Bester Fußballsender

Kickwelt-Medien-Award 2015Preisträger:
Sky

Hier kann man nur einen Sender nennen, weil nur ein Sender quasi (noch?) die Allmacht in Live-Fußball-Deutschland hat: Sky. Kein anderer Sender hat diese Relevanz und kein anderer Sender macht unter dem Strich eine so gute Arbeit. Viele Kategorien wurden hier entweder nur für Sky geschaffen bzw. von Sky-Leuten gewonnen, deshalb können wir an der Stelle kaum den wackeren (TuT-Jargon) Haufen von sportdigital küren. Trotzdem sollte sich das Team von Burkhard Weber nicht auf den Lorbeeren ausruhen, denn erstens ist Sky sicher nicht perfekt und zweitens gibt es auch einiges zu kritisieren. Der Anteil an Eigenproduktionen ist doch stark zurückgegangen und auch personell gab und gibt es so einige Entscheidungen, bei denen sicher nicht nur die Qualität der Personen entscheidend war, die neu auf einen Platz kamen bzw. von diesem Platz gestrichen wurden. Klar muss man als Pay-TV-Anbieter schauen, wie man neue Zielgruppen gewinnt, aber nur mit „Jugend“ und „Optik“ hat das in unseren Augen noch niemand geschafft.

An dieser Stelle möchten wir Sky eine kleine Wunschliste mitgeben, damit der Titel „Bester Fußballsender“ im nächsten Jahr verteidigt werden kann

– Bei der Gästewahl nicht immer den populistischen Weg gehen, sondern (noch) mehr auf eher überraschende Namen zu setzen, die wirklich etwas zu sagen haben. Marco Streller hat uns in diesem Jahr im CL-Studio sehr positiv überrascht, hier wünschen wir uns mehr Mut.

Der Weg mit ehemaligen Profis macht sicher Sinn, aber es gibt auch noch genug Journalisten, die man speziell zu CL, aber auch zu Sky90 einladen könnte:
Günter Klein (Münchner Merkur),
Frank Lussem (Kicker),
Peter Ahrens (SPON),
Kai Pahl (allesaussersport.de),
Matthias Dersch (Ruhr Nachrichten),
Alex Feuerherdt (Collinas Erben),
Frank Baade (trainer-baade.de)

oder vielleicht sogar mal den sagenumwobenen sparschaeler, dessen realer Name bisher nur den wenigsten bekannt sein dürfte. Die Genannten gehören zum Besten, was man bei Twitter beim Thema Fußball, die man sicherlich auch viel mehr auf das TV-Publikum loslassen könnte. Diese Liste könnte man sicherlich auch erweitern und soll nur ein kleiner Denkanstoß sein.

– Im Pokal und in der zweiten Liga die Kommentatoren nicht durch zusätzliche Interview-Tätigkeiten überfordern, so kann unterm Strich nicht immer was Gutes dabei rauskommen.

– Egal in welchem Format, sollten die Moderatoren und Interviewer wieder kritischer nachfragen und ihre Gäste und Gesprächspartner nicht mit Samthandschuhen anpacken. Das kann zwar auch schon einmal zu einer blauen Nase führen, der interessierte Zuschauer wird sich aber trotzdem bedanken, wenn nicht nur Phrasen abgespult werden.

– Irgendwann mal den Versuch starten, wirklich beim Topspiel ein Kommentatoren-Duo einzusetzen mit klar verteilten Rollen. Das sollte auch die Erfahrung von Zweier-Konferenzen zeigen. Wenn zwei Kommentatoren harmonieren, kann das nur förderlich sein.

– Vielleicht doch nochmal den Versuch wagen, ein Eigenformat zu etablieren. „Samstag live“ war einfach zu lang, „Mein Stadion“ fehlte am Ende das Flair im Vergleich zu den alten Zeiten, als man noch aus dem „Stadion an der Schleißheimer Straße“ sendete. Beide Formate hatten aber Potenzial. Beim neuen Versuch „EinsEins“ erkennen wir (noch?) nicht den Mehrwert und sehen für die Zukunft auch eher schwarz.

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