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Mit neuem Personal: Titz startet Rettungsmission beim HSV

Hamburg – Der beförderte Nachwuchscoach Christian Titz (46) hat seine Arbeit als Trainer der Profis beim stark abstiegsgefährdeten Hamburger SV aufgenommen. Der Nachfolger des am Montag entlassenen Bernd Hollerbach leitete am Dienstagvormittag erstmals das Training im Hamburger Volkspark. Titz ließ fünf Spieler aus der zweiten Mannschaft des Klubs mittrainieren, für die er zuletzt verantwortlich zeichnete, und rief damit einen neuen Konkurrenzkampf aus.

„Alle Spieler, die am Training teilnehmen, haben die gleiche Chance“, sagte Titz nach der rund zweistündigen Einheit und sprach von einem „Neuanfang. Alles, was war, interessiert nicht mehr. Wir leben im Hier und Jetzt. Das ist das Entscheidende.“ Erfolgsheimnis soll die ballbesitzorientierte Spielphilosophie werden, mit der er zuletzt die zweite Mannschaft des Klubs an die Tabellenspitze der Regionalliga Nord führte. „Wir müssen in den Räumen Fußball spielen, um Tore zu erzielen“, sagte Titz. Man wolle „das Spiel mehr selbst in die Hand nehmen“. 

Gut gelaunt startete der bisherige U21-Trainer in seine Rettungsmission beim abgestürzten Krisenklub. Die rund 50 Fans begrüßte Titz mit einem freundlichen „Moin“, bevor er um 10.12 Uhr als Letzter den Trainingsplatz betrat und den Schwerpunkt in seiner ersten Einheit zunächst auf taktische Übungen legte.

Titz ist bei den Rothosen inklusive Interimslösungen Trainer Nummer 16 seit 2008. Seinen Einstand gibt er beim Heimspiel am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen Hertha BSC. Die Zusammenarbeit ist zunächst bis zum Saisonende vereinbart.

Die Aufgabe für den 46-Jährigen, nach Hollerbach und Markus Gisdol bereits dritter HSV-Trainer in der laufenden Saison, hat es in sich: Nach 13 Spielen ohne Sieg beträgt der Rückstand zum Relegationsplatz acht Spieltage vor dem Saisonende sieben Punkte. Hollerbach hatte in seinen sieben Spielen als HSV-Coach keinen Sieg geholt und mit der Mannschaft lediglich drei Punkte eingefahren.

„Christian Titz wird die Mannschaft zu neuen Impulsen verleiten, alles auf den Prüfstand stellen und eine andere Ansprache anbringen“, sagte der kommissarische HSV-Vorstandschef Frank Wettstein: „Wir sind sehr positiv, dass wir gegen Berlin einen anderen Auftritt zeigen können.“ (SID)

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