CL-Aus: Bayern-Frauen fühlen sich betrogen

Wörle erhebt schwere Vorwürfe gegen die SchiedsrichterinMünchen – Bayern Münchens Trainer Thomas Wörle hat nach dem frühen Champions-League-Aus seiner Fußballerinnen schwere Vorwürfe gegen Schiedsrichterin Katalin Kulcsar aus Ungarn erhoben. „Wir sind betrogen worden. Uns wurde ein ganz klarer Handelfmeter verwehrt und ein reguläres Tor aberkannt. Wir sind alle todtraurig, denn wir waren in beiden Spielen die bessere Mannschaft“, sagte Wörle nach dem 2:1 (0:0) gegen den FC Chelsea.

Für die Bayern-Frauen war dies nach dem 0:1 im Erstrunden-Hinspiel in London zu wenig. „Wenn man beide Spiele zusammen nimmt, dann hatten wir drei klare Fehlentscheidungen gegen uns. Das soll keine Ausrede sein. Aber das ist auf so einem hohen Niveau gegen einen starken Gegner einfach zu viel“, sagte Wörle.

Vor den Augen von Präsident Uli Hoeneß und Sportdirektor Hasan Salihamidzic waren die Bayern durch Fran Kirby (60.) in Rückstand geraten. Fridolina Rolfö (76.) und Lucie Vonkova (83.) drehten die Partie, doch zum Weiterkommen reichte es nicht mehr, weil Kulscar in der Nachspielzeit das vermeintliche 3:1 zurückpfiff. „Da hatte sie ihre Meinung exklusiv im ganzen Stadion“, schimpfte Wörle.

Der Bayern-Coach räumte aber auch ein, „dass wir in der Offensive in beiden Spielen nicht konzentriert genug waren“. Man habe „einfach das Tor nicht gemacht, das nervt“, fügte Melanie Behringer an.

Dagegen spazierte Meister Wolfsburg mit einem Torfestival ins Viertelfinale der Königsklasse. Die VfL-Fußballerinnen zogen mit einer 12:2 (8:1)-Gala gegen Atletico Madrid ins Achtelfinale ein (Hinspiel 3:0). „Wir haben ein richtig gutes Spiel abgeliefert. Aber Atletico hat auch zwei, drei Gänge runtergeschaltet“, sagte die dreifache Torschützin Alexandra Popp. (SID)

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