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Sevilla blamiert Manchester und Mourinho

Joker Ben Yedder schaltete United mit Doppelpack ausManchester – Der FC Sevilla hat den großen Favoriten Manchester United und dessen exzentrischen Teammanager Jose Mourinho blamiert und die Red Devils überraschend aus der Champions League geworfen. Der dreimalige Europa-League-Gewinner gewann dank einer taktischen Meisterleistung das Achtelfinal-Rückspiel beim englischen Rekordmeister 2:1 (0:0) und überstand damit im vierten Versuch zum ersten Mal die Runde der letzten 16. Im Hinspiel gegen den zweimaligen Champions-League-Sieger hatten die Andalusier ein 0:0 erzielt.

Der erst in der 72. Minute eingewechselte Torjäger Wissam Ben Yedder machte mit einem Doppelpack (74., 78.) in der Schlussphase den Coup für die Spanier perfekt. Für den Franzosen waren es die Treffer sieben und acht im laufenden Wettbewerb. Romelu Lukaku (84.) traf für den amtierenden Europa-League-Sieger.

Vor 74.909 Zuschauern waren die Spanier bei ihrem ersten Gastspiel in Old Trafford wie schon im Hinspiel von Beginn an ein ebenbürtiger Gegner. Die Gäste, bei denen die Schalker Leihgabe Johannes Geis erst in der 89. Minute eingewechselt wurde, hatten durch Joaquin Correa, Franco Vazquez und Luis Muriel vor der Pause gute Möglichkeiten.

Das Team von Mourinho, der zum wiederholten Mal bis zur 60. Minute auf seinen französischen Superstar Paul Pogba verzichtete, hatte seinerseits ebenfalls gute Möglichkeiten. Lukaku verpasste bereits in der zweiten Minute die mögliche Führung. Marcus Rashford, der mit seinem Doppelpack am vergangenen Samstag beim 2:1 im Spitzenspiel gegen den FC Liverpool der Mann des Tages gewesen war, prüfte nur drei Minuten später Sevilla-Torwart Sergio Rico mit einem scharf geschossenen Freistoß. Rico war auch in der 38. Minute gegen Marouane Fellaini auf dem Posten.

Nach dem Seitenwechsel zogen die Gastgeber die Zügel an, Sevilla hielt aber dem Druck stand. Bedanken konnten sich die in der Meisterschaft abgeschlagenen Andalusier bei ihrem Schlussmann Rico, der in der 52. Minute gegen Jesse Lingard eine weitere starke Parade zeigte. Glück hatte der Keeper, dass Joker Pogba in der 72. Minue das Ziel knapp verfehlte.

Dessen im Hinspiel überragender Kollege David De Gea hatte im zweiten Durchgang zunächst kaum etwas zu tun, da die Mannschaft von Vincenzo Montella sich vorwiegend auf die Defensive verlegte. Mit der Einwechslung von Ben Yedder gelang dem Trainer dann ein Geniestreich. Der Anschlusstreffer kam für Manchester zu spät. (SID)

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