Nach vierter Europacup-Pleite: TSG-Trainer Nagelsmann restlos bedient

Sauer über die Leistung in Rasgrad: Julian NagelsmannRasgrad – Trainer Julian Nagelsmann vom Fußball-Bundesligisten 1899 Hoffenheim war nach der vierten Pleite im vierten Europacup-Spiel der Klubgeschichte restlos bedient. „Ich weiß, dass wir das als Mannschaft deutlich besser können, und das ärgert mich“, sagte der Coach nach dem 1:2 (1:0) in der ersten Auswärtspartie in der Europa League beim bulgarischen Serienmeister Ludogorez Rasgrad: „Wir haben viele Zweikämpfe verloren. So kannst du nicht gewinnen.“

Nach dem 1:2 im ersten Spiel der Gruppe C gegen Sporting Braga droht der TSG das frühe Aus. In den nächsten beiden Partien gegen Istanbul Basaksehir ist der Bundesliga-Zweite, der in der Liga noch ungeschlagen ist, fast schon zum Siegen verdammt.

Die TSG-Niederlage hat das deutsche Debakel perfekt gemacht – alle sechs Bundesligisten haben am zweiten Europapokal-Spieltag verloren. Dabei war der Treffer des Tschechen Pavel Kaderabek zum 1:0 nach 96 Sekunden das schnellste Europa-League-Tor einer deutschen Mannschaft seit der Einführung des Wettbewerbs im Jahr 2009. Swetoslaw Djakow (46.) und Jody Lukoki (72.) trafen für Rasgrad.

Die Hoffenheimer, die in den Play-offs zur Champions League am FC Liverpool gescheitert waren, hatten in Bulgarien mit großen Personalproblemen zu kämpfen. Die Kraichgauer mussten ohne Serge Gnabry, Sandro Wagner, Benjamin Hübner, Nadiem Amiri, Florian Grillitsch, Kerem Demirbay, Adam Szalai und Ermin Bicakcic auskommen.

In den Stunden vor der Partie stand allerdings Nagelsmann im Mittelpunkt. Grund dafür war die Entlassung seines Kollegen Carlo Ancelotti bei Rekordmeister Bayer München. Der „Trainer des Jahres“, der vor rund zwei Wochen mit seinen Träumereien vom Job bei den Bayern für großes Aufsehen gesorgt hatte, gilt als Kandidat für die Ancelotti-Nachfolge. (SID)

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