Angriff auf Linienrichter: UEFA eröffnet Verfahren gegen Sturm Graz

Graz – Nach dem Becherwurf gegen Schiedsrichter-Assistent Fredrik Klyver am Donnerstag in der Europa-League-Qualifikation hat die Europäische Fußball-Union (UEFA) ein Disziplinarverfahren gegen den österreichischen Vizemeister Sturm Graz eingeleitet. Am 17. August kommt es zur Anhörung, den Grazern drohen schwere Sanktionen bis hin zu einem Zuschauerausschluss.

Die Sturm-Verantwortlichen hatten am Freitagvormittag betroffen reagiert. „Der Vorfall lässt mich verzweifelt zurück. Es muss mit allen Sanktionen gegen den Täter vorgegangen werden. Das ist ein nicht bezifferbarer Imageschaden für uns“, sagte Sportdirektor Günter Kreissl. 

Der Vorfall gegen AEK Larnaka aus Zypern hatte beim Stand von 0:2 nach 78 Minuten zu einer fast 40-minütigen Spielunterbrechung geführt. Der schwedische Schiedsrichter Mohammed Al-Hakim schickte die Teams in die Kabine, nachdem sein Assistent von einem Becher am Kopf getroffen worden war. Klyver erlitt eine Platzwunde. 

Die Polizei nahm den mutmaßlichen Täter kurz nach dem Vorfall in Gewahrsam, nachdem er durch Videoaufzeichnungen klar identifiziert worden war. Das Spiel wurde anschließend fortgesetzt, der Vierte Offizielle Magnus Lindgren übernahm Klyvers Part an der Seitenlinie, sodass das Hinspiel der 3. Qualifikationsrunde noch zu Ende gespielt werden konnte. Es blieb beim 0:2.

„Es ist für mich schwer, ein Statement abzugeben. Ich möchte die besten Genesungswünsche an den Schiedsrichter-Assistenten übermitteln. Man kann verlieren, aber was wir heute gesehen haben, hat auf keinem Fußballplatz der Welt etwas zu suchen. Das hat mich mehr bewegt als die sportliche Seite“, sagte Graz-Trainer Heiko Vogel. (SID)

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