Letzter Spieler von „Grande Torino“ gestorben

Der FC Turin trauert um Sauro TomaTurin – Der letzte Spieler der legendären Meister-Mannschaft des FC Turin, die 1949 bei einem Flugzeugabsturz fast komplett ums Leben kam, ist tot. Sauro Toma starb am Dienstag im Alter von 92 Jahren in einem Krankenhaus in Turin. Der Abwehrspieler war einer von drei Akteuren, die bei der Katastrophe am Turiner Berg Superga wegen einer Verletzung nicht an Bord der Maschine gewesen waren.

Die „Grande Torino“ genannte Mannschaft war viermal in Folge Meister geworden, nach dem Absturz am 4. Mai 1949 beendete der Klub die Saison mit einer Jugendmannschaft und holte Titel Nummer fünf. Neben Toma saßen auch Ersatztorwart Renato Gandolfi und Mittelfeldspieler Luigi Giuliano nicht in dem Flugzeug, das das Team nach einem Freundschaftsspiel bei Benfica Lissabon wieder nach Italien bringen sollte. Insgesamt gab es 31 Todesopfer.

Toma hatte seine Karriere 1955 beendet, seither lebte er in Turin nahe des Stadions Filadelfia, dem „Tempel“ von Grande Torino. „Du hast Deine Teamkollegen im Himmel erreicht. Ciao Sauro, der Letzte der Unbesiegbaren“, schrieb der FC Turin: „Sauro rettete sich auf wundersame Weise vor dem Unglück von Superga – nicht aber vor einer Melancholie, die ihn sein ganzes Leben lang begleitete.“

Mit dem Flugzeugunglück war auch die jahrelange Dominanz des FC Turin geendet, der 1959 sogar abstieg. 1976 feierte der Klub zwar noch einen weiteren Meistertitel, geriet jedoch mehr und mehr in den Schatten des Nachbarn und heutigen Rekordmeisters Juventus Turin.

Der AC Turin nutzte das Stadion Filadelfia bis zur Saison 1957/58, 1998 wurde die Arena abgerissen. 2015 begannen Arbeiten für den Wiederaufbau, der im vergangenen Mai abgeschlossen wurde. Toma hatte damals an der Einweihung des Stadions teilgenommen. (SID)

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