Pirlo nimmt Buffon in Schutz: „Wäre auch ausgerastet“ – Kritik von Del Piero

Mailand – Italiens Fußball-Idol Andrea Pirlo hat Gianluigi Buffon nach dessen heftiger Schiedsrichterkritik verteidigt. Zudem gab der 38-Jährige auf einer Pressekonferenz zur Terminierung seines Abschiedsspiels bekannt, dass die Torhüter-Ikone daran teilnehmen werde.

„Wäre ich auf dem Feld gewesen, ich wäre ausgerastet, so auszuscheiden“, sagte Pirlo, der seine Karriere im November des vergangenen Jahres beendet hatte. „Wenn dir jemand zehn Sekunden vor Schluss so eine Möglichkeit nimmt, dann macht dich das verrückt“.

„Dieser Unparteiische hat kein Herz. Stattdessen hat er einen Mülleimer“, hatte Rekord-Nationalspieler Buffon nach dem 3:1 (2:0) Turins in Madrid über den englischen Schiedsrichter Michael Oliver gesagt. Aufgrund des 0:3 im Hinspiel scheiterte Juve um den starken Weltmeister Sami Khedira knapp.

„Es war sein letztes Spiel in der Champions League und er wollte einfach nur gewinnen“, sagte Pirlo. Den Elfmeter bezeichnete der zweimalige Champions-League-Sieger als „zweifelhaft“: „Man kann ihn geben, man muss ihn nicht geben. Ich hätte es zehn Sekunden vor dem Spielende vermieden.“

Von Juventus-Legende Alessandro Del Piero hagelte es dagegen Kritik: „Ich konnte ehrlich gesagt nicht glauben, was Gigi nach dem Spiel über den Schiedsrichter gesagt hat“, sagte der 43-Jährige, der vor Buffon die Kapitänsbinde der Turiner trug, bei Sky Sport Italia: „Ich glaube, er wird über das Gesagte noch einmal nachdenken und in ein paar Tagen andere Worte wählen.“

Außerdem gab Pirlo Details zu seinem Abschiedsspiel „La Notte del Maestro“ (die Nacht des Meisters) bekannt. Demnach werden viele italienische Weltmeister, die gemeinsam mit Pirlo 2006 in Deutschland den Titel holten, am 21. Mai im San Siro auflaufen. Neben Buffon gehören unter anderem Francesco Totti und Del Piero zum Aufgebot. (SID)

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