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Abschied von Drogen und Alkohol: Früherer Brasilien-Star denkt positiv an WM in Russland zurück

São Paulo – Der frühere brasilianische Fußballnationalspieler Walter Casagrande behält die Weltmeisterschaft in Russland trotz des enttäuschenden Viertelfinal-Aus der Selecao in guter Erinnerung. Nach 38 Jahren Alkohol- und Drogensucht gelang es dem 55-Jährigen laut eigenen Angaben, das gesamte Turnier nüchtern durchzustehen. Dies hatte Casagrande bei einer WM weder als Spieler 1986 noch danach als TV-Experte geschafft. 

Schon als Spieler hatte der einstige Stürmer Probleme gehabt, nach dem Karrierende sei er dann „unersättlich“ geworden, sagte Casagrande der Nachrichtenagentur AFP. Casagrande war sowohl in der Nationalmannschaft als auch im Klub bei Corinthians ein Mitspieler des Fußball-Idols Socrates, der ebenfalls Alkoholprobleme hatte und 2011 starb. 

„Als ich aufgehört habe zu spielen, fiel ich in ein Loch und habe enorm gelitten“, sagte Casagrande. Mittlerweile habe er seit vier Jahren nichts mehr angerührt. Mit dem Turnier in Russland, bei dem er fünf Wochen weit weg von seinem Psychologen war, habe er den ultimativen Test bestanden und seine Drogen-Vergangenheit endgültig überwunden. (SID)

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