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Medien: Steuer-Ermittlungen gegen Messi – 100 Millionen-Vertrag mit Barca

Barcelona – Der fünfmalige Weltfußballer Lionel Messi vom FC Barcelona hat angeblich erneut Ärger mit den spanischen Finanzbehörden. Nach Darstellung des Nachrichtenmagazins Der Spiegel werden von den Steuerbehörden Zahlungen von Barca an die Stiftung von Messi untersucht. Es geht um Zahlungen von 12,7 Millionen zwischen 2010 und 2016.

Laut des Magazins, das sich auf Informationen der Enthüllungsplattform Football Leaks bezieht, habe der Betrag 71,5 Prozent der Einkünfte der Stiftung im Zeitraum 2013 bis 2016 ausgemacht. Rodrigo Messi, der Bruder des Superstars und für die Stiftung zuständig, antwortete auf eine Spiegel-Anfrage, die gemeinnützige Einrichtung habe niemals gegen Gesetze verstoßen und sei „Anfragen spanischer Behörden immer rechtzeitig nachgekommen“.

Der Spiegel hatte außerdem berichtet, dass der Gaucho der erste Fußballprofi sei, der umgerechnet auf eine Saison mehr als 100 Millionen Euro verdient. Das gehe aus zwei Verträgen hervor, die der FC Barcelona am 30. Juni 2017 mit Messi geschlossen habe – einen Arbeitsvertrag und einen Vertrag über die Verwertung seiner Persönlichkeitsrechte, berichtete das Hamburger Magazin. Der Spiegel bezieht sich ebenfalls auf Football Leaks.

Demnach kassiert der Ausnahmespieler bis zum Ende der Saison 2020/2021 ein jährliches Fixgehalt von 71.053.846 Euro. Außerdem streicht er einmalig einen Bonus von 63,5 Millionen sowie eine „Treueprämie“ von 70 Millionen Euro ein. Hinzu kommen Erfolgsprämien: Bei einem Sieg in der Champions League beispielsweise würde Messi 12.057.513 Euro erhalten. Die Ausstiegsklausel für einen vorzeitigen Transfer von Messi beträgt 700 Millionen Euro.

Im Mai 2017 hatte Spaniens Oberster Gerichtshof die 21-monatige Haftstrafe wegen Steuerhinterziehung gegen Messi bestätigt. Der 30-Jährige muss zwar aufgrund der Gesetzgebung nicht ins Gefängnis, das Image des kleinen Argentiniers ist aber angekratzt.

Der Superstar war zusammen mit seinem Vater Jorge Horacio im Juli 2016 in Barcelona verurteilt worden. Beide sollen laut Anklage mittels Scheinfirmen in Belize, Großbritannien, der Schweiz und Uruguay zwischen 2007 und 2009 Steuern auf Einnahmen in Höhe von insgesamt 4,16 Millionen Euro hinterzogen haben. (SID)

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