Gelungenes Schaulaufen: DFB-Frauen fahren makellos zur WM

Heidenheim an der Brenz – Besser geht’s nicht: Kein Patzer beim Schaulaufen, makellos zur WM – die deutschen Fußballerinnen haben die Qualifikation zur Endrunde im kommenden Jahr in Kanada (6. Juni bis 5. Juli) mit dem zehnten Sieg im zehnten Spiel (62:4 Tore) abgeschlossen. Der zweimalige Welt- und achtmalige Europameister, der sein WM-Ticket bereits vor der letzten Partie in der Tasche hatte, gewann 2:0 (2:0) gegen Irland.

Vor 7028 Zuschauern in Heidenheim trafen Jubilarin Melanie Behringer (26.) und Anja Mittag (33.) für die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), die das Hinspiel mit 3:2 gewonnen hatte. Mittelfeldspielerin Behringer kam dabei zu ihrem 100. Einsatz im deutschen Trikot. Damit ist die 28-Jährige die 20. Spielerin im Hunderter-Klub.

„Uns hat das Spiel heute viel Spaß gemacht. Vor allem in der ersten Halbzeit hatten wir den Gegner gut im Griff. Wir haben jetzt zehn Spiele gespielt und alle gewonnen, da kann man stolz sein“, sagte Torschützin und Jubilarin Behringer in der ARD.

Die verlustpunktfreie Qualifikation ist nichts Neues für das DFB-Team. Schon bei der bisher letzten Quali vor der WM 2007 (für die Endrunde im eigenen Land 2011 war der Gastgeber gesetzt) gewannen die Deutschen alle Partien – ein paar Monate später holte sich die Mannschaft von Bundestrainerin Silvia Neid in China den zweiten WM-Stern.

Im Sommer in Übersee soll der dritte Titel dazukommen. Die Planungen dafür laufen bereits. Teammanagerin Doris Fitschen, die Ende Mai mit dem Tross zur WM reisen möchte, hat alle Hände voll zu tun. Es gilt die Herausforderungen, die die Endrunde aufgrund der großen Distanzen zwischen den Spielorten mit sich bringt, zu meistern. Nach der Auslosung am 6. Dezember in Ottawa wird es eine DFB-Inspektionsreise durch die Spielorte (möglich sind Montréal, Vancouver, Edmonton, Ottawa, Winnipeg und Moncton) geben.

Um den richtigen Kader zu finden und die Mannschaft einzuspielen, stehen in den kommenden Monaten Tests gegen hochkarätige Gegner (Frankreich, Schweden, England) sowie die Teilnahme am Algarve-Cup im kommenden Frühjahr an.

„Wir müssen die Termine nutzen, um taktische Dinge einzustudieren. Schließlich haben die Europäer keine lange WM-Vorbereitung“, sagte Neid, der zwischen dem Saisonende Mitte Mai und dem WM-Start nur eine kurze Zeit zur Verfügung steht: „Wir müssen vorher unsere Hausaufgaben machen. Dabei müssen alle – DFB, Klubs, und Spielerinnen – intensiv zusammenarbeiten.“

Nicht allzu viel Arbeit hatten die Deutschen, die in Heidenheim ohne neun verletzte Spielerinnen (Lena Goeßling, Nadine Keßler, Alexandra Popp, Luisa Wensing, Bianca Schmidt, Saskia Bartusiak, Lena Lotzen, Leonie Maier und Jennifer Cramer) auskommen mussten, mit Irland.

Das Spiel fand fast ausnahmslos in der Hälfte der Gäste statt. Nachdem das irische Abwehrbollwerk 25 Minuten gehalten hatte, fielen die Treffer in der ersten Hälfte zwangsläufig. Dabei vergaben die Deutschen noch die ein oder andere gute Chance.

Nach dem Seitenwechsel wurde Irland etwas stärker, die Neid-Elf leistete sich in dieser Phase ein paar Konzentrationsschwächen – in der Offensive und der Defensive. Dennoch traf die eingewechselte Fatmire Alushi in der 64. Minute die Latte. Danach bekamen die Deutschen das Spiel wieder in den Griff. (SID)

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