Im Gegenatz zu Angerer: Neid hat keine Bedenken vor Russland-Reise

Neid befürchtet keine Probleme bei der Russland-ReiseFrankfurt/Main – Im Gegensatz zu Weltfußballerin Nadine Angerer hat Bundestrainerin Silvia Neid vor der Reise zum WM-Qualifikationsspiel nach Russland keine Bedenken wegen des Ukraine-Konflikts. „Ich habe nicht das Gefühl, dass wir Angst haben müssen“, sagte Neid am Dienstag in Frankfurt/Main mit Blick auf die Partie am Samstag in Moskau (14.45 Uhr/ARD): „Wir reisen dahin, um dort ein Spiel zu absolvieren. Ich habe kein mulmiges Gefühl.“

Teammangerin Doris Fitschen ergänzte, dass der Deutsche Fußball-Bund (DFB) mit dem Auswärtigen Amt in Kontakt stehe. „Es gibt keine Reisewarnungen oder etwas ähnliches. Da gibt es keine Bedenken“, sagte Fitschen. Spielführerin Angerer hatte zuletzt erklärt, sie habe aufgrund der aktuellen politischen Lage ein „mulmiges Gefühl“ und reise derzeit „nicht gerne“ nach Moskau.

In Russland und beim letzten Qualifikationsspiel am Mittwoch kommender Woche gegen Irland in Heidenheim (18.00 Uhr/ARD) muss Neid auf sieben verletzte Spielerinnen (Nadine Keßler, Alexandra Popp, Luisa Wensing, Bianca Schmidt, Saskia Bartusiak, Lena Lotzen, Leonie Maier) sowie die gesperrte Fatmire Alushi verzichten.

Trotz der Ausfälle dürfte die Qualifikation für die Endrunde im kommenden Jahr in Kanada (6. Juni bis 5. Juli) nur Formsache sein. Der zweimalige Welt- und achtmalige Europameister hat alle acht bisherigen Partien in der Gruppe 1 gewonnen (56:3 Tore). Ein Punkt aus den beiden Spielen reicht für das WM-Ticket. Im Hinspiel hatten die Deutschen den Tabellenzweiten aus Russland mit 9:0 nach Hause geschickt. In Irland war es dagegen beim 3:2 sehr eng.

Sollte die Qualifikation gelingen, startet ab Oktober die WM-Vorbereitung. Bisher sind Testspiele gegen hochkarätige Gegner (Frankreich, Schweden, England) und die Teilnahme am Algarve-Cup im kommenden Frühjahr geplant. Die Anreise zur WM ist für Ende Mai terminiert.

Torhüterin Angerer, die bis zur WM wieder bei Brisbane Roar (Australien) und den Portland Thorns (USA) spielen wird, muss wohl nicht für jedes Länderspiel anreisen. „Wir werden überlegen, ob es Sinn macht, sie für jedes Spiel einfliegen zu lassen“, sagte Neid. Für die beiden anstehenden Partien ist Angerer laut Neid aber gesetzt. Auch bei einer gelungenen Qualifikation in Russland soll die 35-Jährige in Heidenheim auflaufen. (SID)

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