Voss-Tecklenburg übernimmt nach WM-Qualifikation als Bundestrainerin

Frankfurt/Main – Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat sich seine Wunschkandidatin geangelt: Martina Voss-Tecklenburg (50) wird neue Bundestrainerin der Frauen-Nationalmannschaft. Wie der Verband am Donnerstag verkündete, löst die derzeitige Schweizer Nationaltrainerin den Interimscoach Horst Hrubesch nach der WM-Qualifikation im Herbst ab und erhält einen Vertrag bis einschließlich zur EM 2021.

Unterstützt wird die 125-malige Nationalspielerin von einer weiteren ehemaligen DFB-Spielerin. Britta Carlson (40), seit 2012 Co-Trainerin beim deutschen Meister VfL Wolfsburg, übernimmt den Job als Assistentin und wird diese Funktion bereits beim Testspiel in Kanada am 10. Juni an der Seite von Hrubesch ausüben.

„Martina Voss-Tecklenburg ist eine erfahrene und hoch angesehene Trainerin“, sagte DFB-Präsident Reinhard Grindel: „Ich bin der festen Überzeugung, dass sie mit ihrer Expertise und Persönlichkeit die Richtige ist, um unsere Frauen-Nationalmannschaft gemeinsam mit Britta Carlson weiter zu entwickeln und erfolgreich zu führen.“ 

Voss-Tecklenburg blickt mit viel Vorfreude „auf diese Herausforderung und die spannende Aufgabe. Gerade die Umstrukturierung des DFB und die Verzahnung mit dem Männerfußball bieten riesige Chancen, um Synergien zu nutzen und innovative Wege zu gehen“. Es sei für sie „eine große Ehre, aber auch Verantwortung und gleichzeitig Verpflichtung“ dieses Amt zu übernehmen.

DFB-Sportdirektor Hrubesch hatte den Posten nach der Trennung von Steffi Jones im März zunächst für die beiden WM-Qualifikationsspiel gegen Tschechien und in Slowenien (beide 4:0) übernommen. Da Voss-Tecklenburg noch vertraglich an den Schweizer Verband gebunden ist, wird der 67-Jährige das Team noch bis zu den abschließenden Qualifikationspartien auf Island (1. September) und den Färöern (4. September) betreuen.

Voss-Tecklenburg, die seit Februar auch im Aufsichtsrat von Fortuna Düsseldorf sitzt, betreut die Schweizer Auswahl seit 2012 und führte diese 2015 zur WM- und zwei Jahre später zur EM-Premiere. Vorher war die gebürtige Duisburgerin und viermalige Europameisterin in der Frauen-Bundesliga als Trainerin beim FCR Duisburg (heute MSV Duisburg) sowie beim USV Jena aktiv.

Die Schweizerinnen liegen nach fünf Siegen aus fünf Spielen als Spitzenreiter der Gruppe 2 voll auf Kurs Richtung WM 2019 in Frankreich. Der zweimalige Weltmeister Deutschland führt die Gruppe 5 vor den abschließenden beiden Spielen im September trotz einer Heim-Niederlage gegen Island an. Nur die sieben Gruppensieger qualifizieren sich direkt für die Endrunde, die vier besten Zweiten spielen in Play-offs um ein letztes Europa-Ticket. (SID)

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