Kiel darf bei Aufstieg im eigenen Stadion bleiben

Kiel – Holstein Kiel darf im Falle des Aufstiegs in die Fußball-Bundesliga nun doch im eigenen Stadion spielen. Der Lizenzierungsausschuss der Deutschen Fußball Liga (DFL) erteilte den Norddeutschen am Mittwoch eine Ausnahmegenehmigung auf Widerruf. „Umfangreiche Zusagen“ des Klubs und die Unterstützung durch die Stadt Kiel sowie das Land Schleswig-Holstein hätten den Ausschlag zu dieser Entscheidung gegeben.

„Wir sind sehr froh, dass die DFL einlenkt und wir im Falle eines Falles zu Hause spielen können“, sagte Sportchef Ralf Becker dem SID. Am Donnerstag (20.30 Uhr/Eurosport) und Montag kämpfen die Störche in der Relegation gegen den VfL Wolfsburg um den erstmaligen Aufstieg in die Bundesliga: „Wir haben ohnehin wahnsinnig viel Vorfreude auf die Partien. Wir können unheimlich viel gewinnen. Das ist nun nochmal ein kleiner Baustein, dass wir im Falle eines Falls zu Hause spielen können“, sagte Becker.

Die Kieler Pläne sehen ein Erreichen der notwendigen Kapazität von 15.000 Plätzen im Holstein-Stadion durch eine Zusatztribüne im Bereich der Gegengerade schon bis Ende Oktober 2018 vor. Die Fertigstellung der Osttribüne und die damit verbundene Erhöhung des Fassungsvermögens auf 18.400 Plätze (9060 Sitzplätze) ist für Sommer 2019 terminiert.

„Auf Basis dieser jetzt veränderten Unterlagen und Planungen hat der Lizenzierungsausschuss eine Ausnahmegenehmigung für die Nutzung des Holstein-Stadions in der Bundesliga auf Widerruf erteilt“, heißt es in der DFL-Erklärung. Auf der Facebook-Seite der Kieler war anschließend von einer „Hammermeldung“ die Rede. Das Holstein-Stadion ist mit dem aktuellen Fassungsvermögen von rund 12.000 Zuschauern gemäß der DFL-Statuten, die von den 36 Bundesligisten selbst verabschiedet worden sind, zu klein für die Liga eins – und eigentlich auch für die 2. Liga. (SID)

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