Statistik der Woche 5: Die Wandlung des Huub Stevens

Der spannende Vierkampf an der Bundesliga-Spitze setzte sich auch am letzten Spieltag fort, alle vier Toptemas gewannnen ihre Partien souverän. Die meisten Tore erzielten dabei die Schalker, die somit schon auf 45 eigene Treffer kommen (nur der FC Bayern hat da mit 46 noch einen mehr aufzuweisen). Und das unter Trainer Huub  Stevens, der nicht gerade als Offensiv-Coach bekannt ist und dessen legendäre Aussage „die Null muss stehen“ schon fast als taktische Ausrichtung gilt.

Deshalb haben wir alle BL-Spielzeiten von Trainer Stevens in Hinblick auf Tore und Gegentore pro Spiel analysiert (96/97-01/02: Schalke, 02/03: Hertha, 07/08: HSV und jetzt eben wieder S04). In Bezug auf die erzielten Tore geht die Kurve (grün) natürlich klar nach oben, ein Schnitt von 2,5 ist schon fast meisterlich… Das ist der absolute Höchstwert in seiner Bundesliga-Trainerkarriere, denn bisher schwankten die Werte eher zwischen 1,0 und 1,7 Tore pro Spiel. Und selbst in der Saison 2000/01, in der Schalke 04 fast Meister wurde, erzielten die Knappen „nur“ 65 Tore (Schnitt: 1,9).

Bei den Gegentoren ist bemerkenswert, dass die offensive Schalker Spielweise nicht zu Lasten der Defensive geht. In den 12 Partien unter Stevens (die anderen sieben Spiele mit ebenfalls 12 Gegentoren unter Führung von Rangnick bzw. Eichkorn sind natürlich nicht eingerechnet) gab es ebenfalls genau 12 Gegentreffer. Dieser Gegentor-Schnitt von nur 1,0 bewegt sich voll im Rahmen der früheren Stevens-Spielzeiten, der in sieben von neun Saisons zwischen 0,8 und 1,3 lag. Nur zweimal fand die Anweisung „Die Null muss stehen“ kein großes Gehör bei seinen Spielern: 1998/99 bei Schalke mit 1,6 und mit sogar 1,9 Gegentoren pro Spiel in der Saison 2003/04. Damals war er bei Hertha BSC angestellt und wurde prompt im Dezember 2003 zum einzigen Mal während seiner BL-Trainertätigkeit entlassen.

GD Star Rating
loading...

Keine Kommentare

  1. was für ein quatsch mit der offensive ist das wohl trainerunabhägig

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.Benötigte Felder sind markiert *

*