Armin Veh (Trainer Hamburger SV)

Kickwelt FlopFür den „Flop der Woche“ hat sich dieses Mal ein Trainer qualifiziert, der zwar durchaus auch Befürworter in der kickwelt-Redaktion besitzt, aber seine öffentliche „Trochowski-Hinrichtung“ nach dem Nordderby in Bremen am letzten Wochenende kann nicht einfach so unkommentiert belassen werden.

Die Rede ist natürlich von HSV-Trainer Veh, der nach dem Schlusspfiff noch auf dem Spielfeld seinen Spieler Piotr Trochowski „rund“ machte, sprich mit harter Kritik und Beschimpfungen übersäte (Auslöser war der völlig unnötige Ballverlust von Trochowski, der prompt zum entscheidenden 2:3-Gegentor führte). Damit wir uns nicht falsch verstehen, die negative Kritik war natürlich völig berechtigt, aber der Art und Weise und vor allem, das dies in aller Öffentlichkeit passierte, hat nichts mit einen souveränen Fußball-Lehrer zu tun und hat die Bundesliga in dieser Form lange nicht gesehen. Abgesehen davon, das ein BL-Trainer auch eine große Vorbildwirkung hat, hat er damit auch seinen Arbeitgeber beschädigt und sein „Standing“ im Team dürfte ebenfalls auf längere Sicht gelitten haben.

Allerdings war der Veh-Ausraster nur der Auslöser für unsere Flop-Nominierung, denn natürlich ist die auch mäßige sportliche Bilanz des Hamburger SV diskussionswürdig. Und das liegt auch am taktischen System von Trainer Veh, wobei zu hinterfragen wäre, ob er in der Offensive überhaupt eines besitzt. Schon in Wolfsburg scheiterte er an primär am fehlenden bzw. praxisfernen Konzept, beim HSV könnte ihm ähnliches passieren. Er möchte gern ein 4-2-3-1 spielen, wobei er wohl vergessen hat, dass dazu ein richtiger Spielmacher nötig ist, den er aber noch nicht gefunden hat (weil es ihn im Team gar nicht gibt?).

Mit Guerrero, Petric, Trochowski und Elia hat er schon 4 davon „verbrannt“, als nächstes möchte er es wohl mit Choupo-Moting versuchen, wir hätten dann noch Ze Roberto, Kacar oder Pitroipa anzubieten. Im Ernst, diese Probleme waren für uns schon im August zu erkennen, wohl aber nicht bei Trainer Veh, der sich momentan noch partout gegen ein Systemwechsel ausspricht (4-4-2 mit zwei schnellen Außenläufern wäre natürlich naheliegend).
Am Samstag gegen Kaiserslautern steht der HSV und somit auch Veh nach nur zwei Punkten aus den letzten vier Spielen natürlich mächtig unter Druck. Bisher bestimmten ja eher die Krisenherde in Stuttgart, Schalke und zum Teil auch in München die negativen Schlagzeilen, doch das könnte sich natürlich ganz schnell ändern. Somit würde es auch für Armin Veh eng werden, dem spätestens dann der Trochowski-Ausraster wieder negativ ausgelegt werden dürfte.

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