Bayer Leverkusen

Kickwelt FlopNachdem wir Michael Ballack schon ausgenommen haben und dies vielleicht auch noch mit dem anderen verletzten Top-Stürmer Eren Derdiyok machen, so muss sich der Rest vom Verein diese Woche gefallen lassen, unser Flop der Woche zu sein. Folgende Kandidaten haben sich dabei besonders negativ hervorgehoben:

1.Rudi Völler:

In der Halbzeit wurde er von sky-Fieldreporter Ecki Heuser befragt. Auf eine berechtigte Frage bezüglich der sehr defensiven Spielweise in der ersten Halbzeit antwortete der Ex-Bundestrainer schon patzig mit „mein lieber Herr Ecki Heuser“ und zum Schluss des Interviews antwortete der Sportdirektor auf Heuser´s „Ich bedanke mich bei Ihnen“ mit „Ich mich nicht“.

Dass Heuser bei Bayer nicht besonders beliebt zu sein scheint, wurde schon mehrfach offenkundig.

Heuser geht sicher nicht immer geschickt in solche Interviews (siehe mit Klopp vor ein paar Wochen), aber Völlers erneuter Ausraster kam in dem Fall vollkommen unnötig. Völler gilt als Spieler in Deutschland für viele immer noch als Volksheld. Das mag auch richtig sein, aber sowohl als Bundestrainer als auch als Sportdirektor konnte er uns noch nicht überzeugen. Als Bundestrainer stand er für Rumpelfußball und schon damals für emotionale Ausraster (unter anderem das legendäre Hartmann-Interview). Heute als Sportdirektor steht er ebenfalls für eine sehr fragwürdige Außendarstellung und der richtige Erfolg ist bei Bayer auch noch nicht eingekehrt.

2.Michal Kadlec und Manuel Friedrich

Die Aktion zur Halbzeit und auch nach Spielende war an Peinlichkeit kaum zu überbieten. Beide Spieler prügelten sich fast, um das Trikot von Superstar Messi zu bekommen. An sich mag es ja ok sein, wenn man Wert auf solche Devotionalien legt, aber erstens sollte man so etwas besser nach dem Spiel machen und zweitens sollten Friedrich und Kadlec sich kurz überlegen, für welchen Verein sie spielen: sie sind nicht irgendein CL-Debütant, sondern der Verein, der vor neun Jahren selbst im Finale stand. Publikumswirksam erklärte Preisträger Völler gestern, dass die Trikots für wohltätige Zwecke versteigert werden würden und die Spieler nix davon haben. Vielleicht wäre ein solcher wohltätiger Zweck die „Opferkasse“ von geprellten TeldaFax-Kunden, die aufgrund der Insolvenz des ehemaligen Bayer-Trikotsponsors viel Geld verloren haben. Rudi Völler war hier ja stets Kopf der Kampagne.

Das Verhalten der beiden Trikotsammler stand übrigens für das ganze Team: bis auf Neuzugang Vedran Corluka und mit Abstrichen Gonzalo Castro spielte das ganze Team mit einem Respekt wie es sonst nur Teams wie Germania Windeck im Pokal gegen den FC Bayern machen.

3.Robin Dutt

Bayers Trainer muss natürlich in diesem Zusammenhang auch noch erwähnt werden. Über die Aufstellung möchten wir nicht viel sagen, das kann, aber muss man so nicht machen. Eine defensive Grundhaltung ist sicherlich zu empfehlen, wenn er auswärts spielt. Wo sich aber Dutt lächerlich machte, war wieder ein Interview bei sky. Dort wollte er seinen Gesprächspartnern allen Ernstes verkaufen, dass bei Barcelona nach der Pause die Kräfte nachgelassen hätten. Sky-Experte Stefan Effenberg wies, als Dutt wieder weg war, darauf hin, dass Barcelona lediglich ein bis zwei Gänge zurückgeschaltet hätte. Damit hat es „Effe“ auf den Kopf getroffen, aber warum sagt er sowas nicht direkt, wenn es darauf ankommt. Hier hat er sich zu sehr an Ottmar Hitzfeld orientiert, der auch immer so handelte und weniger als seinen beiden direkten Konkurrenten Matthias Sammer und Jens Lehmann, die sicher den Mumm gehabt hätten, Dutt direkt auf diese Aussage darauf anzusprechen.

Wie geht es jetzt weiter für Bayer Leverkusen? In Barcelona wird man wahrscheinlich noch defensiver antreten und in der Meisterschaft kann man froh sein, wenn am Ende Platz 6 oder 7 herausspringt. Von hinten drücken einige Teams, die vielleicht am Dienstag gegen Barcelona auch verloren hätten, aber dabei sicherlich anders aufgetreten wären – sowohl auf als auch abseits des Platzes.

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Keine Kommentare

  1. Bayer Leverkusen könnte man komplett in die Kategorie Flop der Woche setzen. Die Talfahrt ist nur eine Konsequenz des Führungsstils im Verein.
    Leverkusen braucht keiner in der Liga, keine Fans, keine guten Spieler, kein guter Verein!

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