Bremer Transfer-Possen

Kickwelt FlopMan hätte diese Woche sicherlich die leblosen Vorstellungen der Kölner oder Berliner zum „Flop der Woche“ küren können oder auch die fehlende Spannung in (fast) allen Bereichen der Liga, aber wir möchten erneut (Noch-)Spieler von Werder Bremen küren.

Zunächst einmal hat sich Tim Wiese eigentlich schon alleine erneut zum „Flop der Woche“ qualifiziert, weil der Nationaltorhüter tatsächlich nach Hoffenheim wechselt. Nicht der Wechsel an sich ist der Witz, sondern die Umstände, die es in den letzten zehn Tagen gab. Wir sind schon letzte Woche darauf eingegangen, aber ein neuer Höhepunkt waren die Aussagen, die Wiese-Berater Wittmann laut Sky-Sport-News-HD-Reporter Christian Schommers getätigt haben soll. Demnach konnte sich der gebürtige Rheinländer zwischen sechs Vereinen entscheiden und darunter waren Hochkaräter wie Real Madrid, AC und Inter Mailand sowie Tottenham. Was am Ende den Ausschlag für die Kraichgauer Provinz gegeben hat, wird wohl für immer im Dunkeln bleiben.

Ein bisschen mehr Demut in die andere Richtung hätte einem anderen Bremer gutgetan: In unseren Augen ist der Wechsel von Marko Marin an die Stamford Bridge zu Chelsea London das genaue Gegenteil zu Wieses Transfer. Der 15-fache Nationalspieler, der in Gladbach als großes Talent galt, dort aber nie richtig den ganz großen Durchbruch schaffte, war auch in Bremen keinesfalls unumstritten. Zwar wurde der gebürtige Bosnier durch Verletzungen oft zurückgeworfen, aber unter dem Strich hat er auch in Bremen noch nicht gezeigt, dass er bei einem Spitzenclub in der wohl stärksten Liga der Welt Fuß fassen könnte. An Selbstvertrauen scheint es Marin wohl nicht zu fehlen, aber der 23-Jährige hat sich mit diesem Wechsel sportlich (wohl) keinen Gefallen getan. Er kann uns Lügen strafen, aber wir können uns nicht erklären, warum gerade die englische Presse von einem „deutschen Messi“ spricht. Marin hat jetzt erst einmal bis Mitte 2017 Zeit, uns und viele andere Skeptiker zu überzeugen, dass dieser Wechsel Sinn macht.

Im Moment macht der Wechsel nur Sinn für Werder Bremen, denn die geschätzten sieben Millionen Ablöse sollten sich problemlos in gleichwertigen und wohl auch besseren Ersatz investieren lassen.

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3 Kommentare

  1. EBEN!
    gleichwertiger und besserer Ersatz! ihr schlusffolgert es doch selbst als sinnvoll und gelungen, also warum hier ständig von Bremer Transfer-Possen und Lächerlichkeiten reden!
    Fakt ist: Wiese wollte weg, war unheimlich und charakterlich braucht den wohl kein Mensch; Marin hat in seiner Werder-Zeit nahezu alles vermissen lassen ausser konsequwente Verletzungsbereitschaft; und Herr Rosenberg jetzt war alles andere als ein Torgarant, der wiederum aber eben ein solches Gehalt bezog..

    meine Meinung: absolut notwendige Transfers die neuen Möglichkeiten zum Wiederaufbau (dr schoin anläuft) des grossartigen SVW bereitstellen!

    GLÜCK AUF WERDER, nxte Jahr wieder Nagriff auf CL mit der wohl jüngsten Truppe EVER !

  2. edit: Wiese war nicht nur unheimlich sonder vielmehr unheimlich teuer 😉
    man entschuldige meine groteske rechtschreibung

  3. Ein ordentlicher Neuaufbau bedarf nun mal vieler Spielerabgänge – bisher sind alle Abgänge Bremens nachvollziehbar. Warum man hier zum Flop der Woche greifen muss, ist mir ein Rätsel. Sowohl der Abgang von Wiese, als auch der Verkauf eines Marins ist für Werder absolut sinnvoll. Letzteres sieht der Autor des Artikels sogar selbst. Im Grunde wird nur auf Wiese und Marin „rumgetrampelt“ und die beiden mit Werder gleichgesetzt – diese beiden Spieler sind hingegen gerade nicht mehr Werder und somit müsste Werder eigtl aus Sicht des Autors genau das richtige gemacht haben – und nicht als „Flop der Woche“ hingestellt werden.

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