Bundestrainer Joachim Löw

Kickwelt FlopAls FLOP DER WOCHE hat sich diesmal der Bundestrainer qualifiziert, dessen Nominierungspraxis (Stichwort: „Schwaben-Connection“) wir schon seit geraumer Zeit kritisch beobachten. Die endgültige Frings-Ausbootung und die Zusammensetzung des Kaders für den DFB-Kurzlehrgang in dieser Woche brachten jedoch auch bei uns das „Fass zum Überlaufen.“

Bei Torsten Frings ist es vor allem der Zeitpunkt, der nicht nachzuvollziehen ist. Wer weiß denn schon, welche Akteure im Mai/Juni fit sind oder wie sich die Formkurven einzelner Spieler entwickeln. Dazu war der Umgang mit Frings schon seit Monaten von wenig Respekt geprägt, das hat der verdienstvolle Nationalspieler, der sicherlich seit 2006 an Klasse verloren hat, nicht verdient. Die (erneute) Verletzung von Rolfes auf der Frings-Position hat „Jogi“ schon mal in die Defensive gebracht.
Dass er zu Hitzlsperger hält, der seit Wochen außer Form ist, kann wohl nur daran liegen, dass er beim VfB Stuttgart spielt… Khedira ist sicherlich eine gute Alternative, allerdings fehlt ihm noch die Erfahrung, die auf dieser Position enorm wichtig ist. Am Ende wird es wohl auf das Duo Schweinsteiger/Ballack auf der „Doppel-Sechs“ hinauslaufen, da auf den Außenpositionen u.a. Thomas Müller und Toni Kroos konstant gute Leistungen anbieten und „Schweini“ somit für die wichtige Defensivposition frei wird.

Doch zurück zu Löw, der in der Abwehr die größten Personalprobleme hat und dort wohl auch selbst etwas den Durchblick verloren hat. Das er auch dort auf (zu) viele Stuttgarter und Hoffenheimer Akteure setzt (Tasci, Träsch, Beck) muss kaum noch erwähnt werden. Würden sie überzeugende Leistungen anbieten, spräche auch nichts dagegen, doch auf keinen der drei genannten Spielern trifft das bisher zu. Ganz zu schweigen von Robert Huth, der sich mittlerweile beim englischen Durchschnittsverein Stoke City versucht. Mit ihm wäre die deutsche Abwehr noch unbeweglicher und langsamer, denn auch unser gesetzter Innenverteidiger Mertesacker (jedoch zweikampfstärkster Spieler der Bundesliga) hat in Sachen Schnelligkeit und Beweglichkeit einige Defizite.

Umso unverständlicher, dass der Bundestrainer mit Mats Hummels von Borusia Dortmund auf einen Verteidiger verzichtet, der auch dort seine Stärken hat und spätestens seit dieser Saison durchgängig starke Leistungen abliefert. Dazu kann er offensiv mit seiner Kopfballstärke Akzente setzen, die bisherigen 4 Saisontore sind kein Zufall. Keine Frage, da ist noch nicht das letzte Wort gesprochen, auch für Löw ist es diesbezüglich noch nicht zu spät (auch wenn bis Mai nur ein Länderspiel ansteht).
Ähnliches gilt übrigens auch für die Leverkusener Abwehrspieler Castro und M. Friedrich (er hat sogar die bessere Saisonnote als Hummels), die beim Tabellenführer neben den überragenden Finnen Hyppiä und Keeper Adler die beste Defensive der Liga bilden.

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