Christian Lell (Bayern München)

Kickwelt FlopUm den Titel „Flop der Woche“ bewarben sich diese Woche gleich mehrere Kandidaten, aber am Ende setzte sich Christian Lell vom FC Bayern durch. Gentner, Schäfer und Riether stehen alle nicht im erweiterten WM-Kader. Da aber alle einen Platz verdient hätten, kann man ihnen den Titel Flop der Woche nicht verleihen. Die Mannschaft vom VfL Bochum wurde diese Woche nicht nur von den eigenen Fans „gesteinigt“ und die Fans von Hansa Rostock verdienen einfach keine Aufmerksamkeit. Deswegen geht der Titel diese Woche an jemand, der schon mal viel mehr Aufmerksamkeit hatte, mittlerweile aber in der Versenkung verschwunden ist.

Lell bekommt den Flop-Titel deswegen, weil der Rechtsverteidiger nicht bei der Meisterfeier auf dem Rathausbalkon vertreten war (was übrigens auch dem Gros der Bayern-Fans nicht aufgefallen ist). Eigentlich gilt Lell ja als jemand, der beim Feiern immer Gas gibt, aber aus nicht zu erfahrenen Gründen fehlte er bei der Meisterfeier.
In der Klinsmann-Ära war der technisch eher beschränkte Lell noch ein wichtiger Mann, aber Louis van Gaal bemerkte schnell, dass auf der rechten Seite Qualitäten gefragt sind, die eher nicht zu den Stärken von Lell gehören. Deswegen durfte er in dieser Saison nur einmal in der dritten Liga ran, wo er bei seinem einzigen Einsatz mit einer roten Karte nach nicht mal einer Halbzeit vom Platz mußte.

Andere Spieler wie Kraft, Görlitz oder Ekici, die ebenfalls keinen oder nur sehr wenig Einsätze in dieser Saison hatten, nahmen trotzdem an der Feier teil. Das Fehlen von Christian Lell wäre ja an sich nicht so tragisch, viel bitterer dürfte für Lell aber sein, dass ihn niemand vermisst hat. Sein Vertrag läuft noch eine Saison, aber es dürfte für ihn schwer werden, einen Verein zu finden, der annähernd zu den bisherigen Konditionen zuschlagen wird (obwohl der FC Bayern sicherlich keine Ablöse fordern wird).
Vielleicht straft Lell uns aber diese Woche Lügen und ist in Berlin nach dem möglichen Pokalsieg bei der Feier dabei, denn dort darf er sich selbst immerhin auch als Teil vom Ganzen fühlen. Beim 6:2 gegen Greuther Fürth durfte Lell immerhin 59 Minuten ran – allerdings auch mit sehr mäßigem Erfolg, denn erst nach seiner Auswechslung wurde die Partie gedreht.

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