Die Medien-Flops des Jahres 2010

Kickwelt FlopAuch in der „Flop-Wertung“ haben wir 11 Flops des Jahres im Medienbereich gefunden, die wir im folgenden zum Besten geben wollen. Auch hier gilt: alle „Preisträger“ sind gleich gewichtet, egal an welcher Position sie aufgeführt sind!
Wie bei den „Tops des Jahres“ ist sicherlich vieles subjektiv, über Reaktionen oder Meinungen würden wir uns natürlich sehr freuen: topsundflops@kickwelt.de

1) Katrin Müller-Hohenstein: Die ZDF-Moderatorin ist für uns ein Flop des Jahres. Für uns ist es allerdings kein „innerer Reichsparteitag“, die ZDF-Frontfrau an dieser Stelle erneut zu erwähnen, nein, es ist einfach unsere Pflicht. Ob es das Nicht-Kennen der österreichischen Flagge ist, der noch nie gehörte Name von Toto Schillaci oder einfach nur nichtssagende Analysen. Wir fragen uns jedesmal, warum KMH beim ZDF ein solches Standing genießt. Man könnte denken, es läge an fehlender Konkurrenz, aber das kann nicht die einzige Ursache sein. Wir bleiben jedenfalls dran und suchen auch 2011 nach dem Grund, warum uns die 45jährige Spiele der deutschen Nationalelf präsentieren darf. Falls dem geneigten Leser Erkenntnisse vorliegen, teilt uns diese bitte per Email mit.

2) Steffen Simon: Der ARD-Sportschau-Chef darf auch nicht fehlen, wenn es für uns darum geht, die Flops des Jahres zu küren. Er war ja auch schon einmal „Wochenpreisträger“ in dieser Kategorie für seinen Kommentar beim Länderspiel Deutschland gegen Schweden und eigentlich liesen sich diese Kommentare auf fast alle Reportagen des Mannes übertragen, der einmal sagte, dass es in Deutschland keine Bayern-Fans gibt!

3) Seidler/Kunde/Meinert: Damit in der Flop-Kategorie auch eine sky-Nominierung vorkommt, haben wir uns dafür entschieden, als Antonym zu Faßnacht/Renner in der Top-Liste die Herren Oliver Seidler, Torsten Kunde und Marcel Meinert zu nennen. Alle drei bekommen relativ hohe „Einsatzzeiten“ sowohl in der ersten Liga als auch in der Champions League und wir sprechen dabei auch im Namen unserer User, die die Bewertungen abgeben. In unseren Augen fehlt es allen Dreien an Qualität, um auf ganz hohem Niveau zu kommentieren, gerade wenn andere Kommentatoren dahinter stehen, die auch einmal eine Chance verdient hätten.

4) Das Aktuelle Sportstudio: Auch das Urgestein der deutschen Sport-Berichterstattung darf in diesem Jahr nicht fehlen, wenn es um die Flops des Jahres gilt. Die Verlegung auf 23 Uhr war eigentlich nur eine konsequente Sache, denn fehlende Qualität versteckt man gerne im Nachtprogramm, aber das werden sich die ZDF-Programmdirektoren dabei nicht gedacht haben… Jedenfalls hat das „ASS“ viel von dem verloren, war es mal auszeichnete.
Unsere Meinung nach wird zuviel künstlich auf Spannung gemacht, die Gäste werden mehr oder weniger abgefertigt (außer im Falle van Gaal, der durfte in einer angemeldeten Werbeveranstaltung sein Buch durch die halbe Sendung „promoten“) und die Beiträge haben nicht mehr die Qualität, die sie früher mal hatten. Seit Oliver Schmidt Chef der Sendung ist, hat sich das Sportstudio wie Schmidts Nachname und sein Kommentatorenstil entwickelt: ohne Wiedererkennungswert, vielfach vorhanden und austauschbar. Dazu fragen wir uns seit Jahren, warum das ZDF nicht einen richtig guten Moderator bei seiner Vorzeigesendung einsetzt, nämlich Norbert König und ja, das meinen wir ernst.

5) Andrea Kaiser: Ja, noch eine Frau hat es in unsere Flop-Liste geschafft. Dabei setzte sich die Freundin von Lars Ricken knapp gegen Janina Nottensteiner durch. Nottensteiner vom Blickpunkt Sport (BR) werden wir aber im Auge behalten und eine „Berufung“ ist jederzeit denkbar. Doch zurück zu Sat1/Kabel1-Moderatorin Andrea Kaiser. Sie ist unserer Meinung nach die „Nummer 1“ bei den vorher auswendig gelernten Interviews. Besonders negativ ist dabei, wie sie dabei auf die Aussagen ihrer Gesprächspartner eingeht. Oft sagen die Interviewten etwas, was die (vorher ausgedachten) Fragen von Frau Kaiser durcheinander bringt.
Kleines überzeichnetes Beispiel: Andrea Kaiser: „Herr Spieler X, wir beurteilen Sie das Spiel?“ Spieler X: „Wir haben verdient gewonnen, da wir drückend überlegen waren. Wir hätten in der zweiten Halbzeit nur früher den Sack zumachen müssen.“ Andrea Kaiser: „Hätten Sie nicht in der zweiten Halbzeit den Sack früher zumachen müssen?“ Wie gesagt, bewusst überzeichnet, aber so oder ähnlich laufen die von ihr geführten Interviews des öfteren ab und da kann auch der optische Reiz nicht mehr viel heraus reissen. Wir sagen: mehr Scharf als Kaiser würde gut tun.

6) SPORT1-Doppelpass: Viele Jahre haben wir diese Sendung geliebt am Sonntag morgen, aber leider verkommt die Talkshow immer mehr zu einer wahren Stammtischdebatte. Woran liegt es? Am Konzept? Am Moderator? An den Gästen? An sky90? Wir denken, etwas an allem, aber seit es sky90 gibt, merkt man erst einmal, was eine gute Fußball-Talkshow ist. Auch die LIGA total!-Spieltaganalyse hätte übrigens das Potential in der Top-Liste zu landen, aber die Qualität der Gäste ist (noch) zu wechselhaft. Allerdings würde ein Gesprächsleiter wie Matthias Opdenhövel sicherlich Schwung in den Doppelpass bringen. Die schlechteste Doppelpass-Sendung des Jahres war in unseren Augen übrigens die, als Thomas Helmer Jörg Wontorra vertreten musste. Da merkte man sogar, was man an „Wonti“ hat.

7) Wolff-Christoph Fuss: Wolff Fuss in der Kategorie Flop des Jahres! Warum das, werden jetzt viele denken? Wir haben ihn deswegen hier beigepackt, weil sich der 34jährige in unseren Augen etwas sehr zum Dampfplauderer entwickelt hat. Bei sky galt er als Shooting-Star, in unseren Augen ist der Nummer 1-Kommentator von zwei Sendern (LIGA total! und Sat1) allerdings etwas abgehoben. Mit vorher ausgedachten Sprüchen und oft wiederholten Phrasen hat er sich eher zu seinem Nachteil entwickelt.
Rein von der Qualität und der Sachkompetenz her hat er in der Flop-Kategorie nichts zu suchen, aber wir wollen damit einen Warnschuss setzen, der eventuell im weiten Internet verschwindet, aber vielleicht auch gehört wird. Fuss sollte wieder mehr wie früher die Spiele kommentieren und weniger sich selbst in den Vordergrund seiner Reportagen stellen, was ihm leider zu oft passiert (ob gewollt oder ungewollt).

8) Dennis Wiese: Auch der ZDF-WM-Fanexperte findet sich hier wieder, sicherlich wohl für längere Zeit zum letzten Mal ineinem Fußball-Rückblick, denn mittlerweile ist Wiese ja bekanntlich als Pro7-Galileo-Reporter tätig. Ob das ein Karrieresprung ist wollen wir an dieser Stelle jedem Leser offen lassen. Jedenfalls waren Wieses Beiträge oder Interviews während der WM für uns alles andere als es sein sollte: alles wirkte gekünstelt und trotzdem ohne wirkliche Linie. Wiese stellt genau das Gegenteil der „Samstag LIVE!“ Fan-Kommentatoren dar, aber beide Extreme sind in unseren Augen irgendwie nicht sehenswert.

9) Oliver Kahn: Auch der „Titan“ muss an dieser Stelle genannt werden. Im direkten Duell mit ARD-Mann Mehmet Scholl verliert der ZDF-Experte auf ganzer Linie. Natürlich hat es Kahn auch sehr schwer, sich zu entfalten (aufgrund der ganz oben genannten „Preisträgerin“), aber Scholl hat all das, was Kahn nicht hat: Lockerheit, Wortwitz und Analysefähigkeiten. Allerdings sehen wir bei Oliver Kahn noch Steigerungspotential, wenn ihm mal jemand zur Seite gestellt würde, der mehr aus ihm herausholen würde, aber von den möglichen Kandidaten könnte das allenfalls Michael Steinbrecher sein.

10) Manfred Breuckmann: Der Radio-Mann ist vor gut einem Jahr in Rente gegangen, leider hat sich das wenig bis gar nicht auf seine TV-Präsenz ausgewirkt. Man hört ihn zwar nicht mehr im Radio, aber dafür ist er in vielen Sendungen omnipräsent. Wir wissen zwar noch nicht wie es bei Rolf Töpperwien weitergeht, aber so könnte es auch Breuckmann machen: vielleicht irgendwo als Stadionsprecher in der Damen-Bundesliga auftreten oder seine Rente geniessen anstatt sonntags im Doppelpass guten Journalisten wie zum Beispiel Roland Zorn oder Christoph Biermann den Platz „wegzunehmen.“

11) Spieltagsplanung: Den letzten Platz in der Kategorie Flop des Jahres gebührt den Machern des Spielplans bzw. denjenigen, die das Spiel sonntags um 15.30 Uhr eingeführt haben. Diese Partie hat unserer Meinung nach null Mehrwert! Weder für sky oder LIGA total!, noch für die Zweitligisten, die zwei Stunden früher ran müssen, noch für die Amateurvereine. Die Einführung des Topspiels am Samstag war ein Schritt in die richtige Richtung, aber was soll die Aufblähung am Sonntag? Die Bundesliga gewinnt keine Attraktivität und die zweite Liga verliert sogar welche. Bitte liebe DFL, überdenkt diesen Schritt noch einmal.

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