Flops der Hinrunde, Teil 2

Kickwelt Flop1.FC Köln:

Natürlich gab es beim 1.FC Köln trotz der wohl besten Vorrunde seit Langem ein paar Flops, die wir wie folgt benennen:
Kevin Pezzoni, weil der aus unserer Sicht Inbegriff der Erfolgslosigkeit aus den beiden Jahren vorher in Solbakkens Planungen keine Rolle mehr spielt und das für uns ein Zeichen für den Umbruch ist. Pezzoni wurde zusätzliche von unseren Usern mit der schlechtesten aller Durchschnittsnoten (4,91) abgestraft.
Christian Eichner, weil er seinen Stammplatz verloren hat. Eichner war in der letzten Rückrunde als Neuzugang im Winter direkt Führungsspieler, aber nach dem Trainerwechsel ist er, wenn alle fit sind, wohl nur noch zweite Wahl. Vielleicht gelingt es dem Ex-Hoffenheimer aber auch im Winter wieder ins Team zu kommen, von der Veranlagung her sollte er es schaffen können.
Sebastian Freis, der trotz der Verletzung von Milivoje Novakovic nur auf vier Einsätze kam, ist einer der Streichkandidaten im Winter und dürfte wohl keine Zukunft mehr haben bei der immer noch sehr launischen Diva.

Hertha BSC:

Beim Aufsteiger war natürlich auch nicht alles Gold, was glänzt. Folgende Flops haben wir notiert:
Michael Preetz und Markus Babbel: Wer von beiden lügt oder einfach nur nicht richtig zugehört hat, ist egal. Wir tendieren eher zu Babbels Version, aber es steht fest, dass der Ruf von beiden zumindest kurzfristig unter der Schlammschlacht der letzten Wochen gelitten hat.
Maik Franz, weil er sich seinen Wechsel wohl ganz anders vorgestellt hat. Zunächst schaffte er es nicht in die Stammelf und danach zog sich der außerhalb des Platzes immer sehr sympathische Abwehrspieler einen Kreuzbandriss zu. Damit ist wohl die Saison komplett für ihn beendet, auch wenn er via Twitter in seiner witzigen Art kurz nach der OP verkündete, dass es eventuell noch zur EM reichen könnte mit einem schönen Gruß an Jogi Löw.
Patrick Ebert, weil er zwar so etwas wie Stammspieler war, aber es dabei nicht mehr als zum Mitläufer brachte und damit erneut viel zu wenig aus seinen spielerischen Fähigkeiten gemacht hat.

VfL Wolfsburg:

Magath hatte sich diese Saison wohl leichter vorgestellt, aber speziell seine Wechselpolitik war diesmal (noch) nicht von Erfolg gekrönt. Es gab sehr viele Flops, wir haben uns exemplarisch einmal vier davon rausgegriffen:
Felix Magath, weil er erkennen musste, dass selbst in Wolfsburg sein Erfolg kein Selbstläufer mehr ist und er im Winter viel machen muss, wenn die Saison mit einem Ergebnis beendet werden soll, was dem VW-Konzern gefallen könnte.
Patrick Helmes, weil er endgültig ausgebootet wurde, was für den Ex-Nationalspieler eine große Chance sein könnte. Genau wie Srdjan Lakic, der in dieser Liste auch als eigener Flop hätte stehen können, dürften sich viele Vereine nach den beiden die Finger lecken. Unter Magath ist jedoch für beide der Zug abgefahren.
Christian Träsch: als Nationalspieler gekommen und gleich von Magath zum Kapitän gemacht. Zwar spielte er alle 17 Spiele durch, blieb da aber noch gewaltig den Leistungsnachweis schuldig, den seine horrende Ablöse rechtfertigt.
Abwehrspieler, weil sich Magath hier besonders verspekulierte. Sotirios Kyrgiakos und Marco Russ waren beide so etwas wie Wunschspieler von Magath. Beide kamen nach Saisonbeginn und konnten damit keine Vorbereitung mitmachen, was aber nur teilweise als Ausrede herhalten dürfte. Aus unserer Sicht hat Kyrgiakos seinen Zenit schon längst überschritten und Russ schon zu Frankfurter Zeiten nie richtig bewiesen, warum er in einer vermeintlichen Spitzenmannschaft spielen könnte. Wir erwähnen an dieser Stelle noch zwei weitere Transferflops ohne großen Kommentar: Hrvoje Cale und Aljaksandr Hleb. Hasan Salihamidzic und Patrick Ochs konnten ganz selten ihr Potenzial abrufen und sind vielleicht für die Rückrunde wieder Alternativen.

Hamburger SV:

Der Saisonstart hat Spuren hinterlassen und wir haben folgende Flops herausgefunden:
David Jarolim, weil seine Zeit spätestens seit Finks Amtsantritt vorüber ist und er wohl im Winter wechseln wird. Der Tscheche war lange Zeit Kapitän, aber seine Leistungskurve zeigte schon in der letzten Saison nach unten.
Michael Mancienne, weil der Engländer so etwas wie der Flop-Transfer von Frank Arnesen ist. Der immer etwas hölzern wirkende 22-Jährige schaffte es nicht ins Team, obwohl ihm einige Vorschusslorbeeren mit auf den Weg gegeben wurden.
Per Skjelbred, weil der Norweger als Spielmacher geholt wurde, aber bisher jeglicher Nachweis fehlt, dass er seine für HSV-Verhältnisse sehr hohe Ablöse gerecht werden kann.

FSV Mainz 05:

Flops gab es einige beim FSV Mainz 05, wir haben ein paar davon herausgepickt:
Thomas Tuchel, weil der Trainer weiterhin an seinem „Erfolgsrezept“ festhielt und trotz eines Zwischenhochs im November immer noch in Abstiegsgefahr steckt und dabei sehr kritikresistent wirkt, von seiner Außendarstellung einmal ganz abgesehen. Wir halten Tuchel trotzdem für einen wirklich guten Trainer mit großer Zukunft, der aber noch viel an sich arbeiten muss. Leider wird er in unseren Augen fälschlicherweise viel zu oft mit Jürgen Klopp verglichen. Diesem Vergleich kann Tuchel nie gerecht werden.
Zoltan Stieber, weil der Ungar als einer der besten Spieler der zweiten Liga aus dem Vorjahr nach Mainz kam. Am Ende kam er nur auf sechs Einsätze und enttäuschte dabei mehr oder weniger auf ganzer Linie.
Heinz Müller, weil der Torhüter eigentlich zehn Spiele gut spielte, aber dann auch raus musste. Mit dem Wechsel zu Wetklo kam dann zwar der Erfolg, wir sind uns aber sicher, dass das nicht direkt mit dem Wechsel zusammenhängt, sondern mehr als „Zufall“ zu bezeichnen ist. Vielleicht gelingt es Müller in der Winterpause wieder anzugreifen, in Mainz sollte ja alles offen sein.

1.FC Nürnberg:

Durch den Abfall in der Tabelle haben wir in Nürnberg natürlich einige Flops, die nicht alle erwähnt werden können. Die „wichtigsten“ sind aus unserer Sicht:
Raphael Schäfer, weil der Torhüter zwar oft verletzt war, aber auch bei seinen Einsätzen selten ein großer Rückhalt war. Sowohl die offiziellen Impire-Statistiken als auch die Noten der Kickwelt-User sind ein Beweis dafür, dass er einer der schlechtesten Keeper der Liga war.
Markus Feulner, weil der Spieler mit den zahlreichen Erstligastationen erneut als Top-Neuzugang galt, sich aber im Laufe der Zeit nur noch auf der Bank wieder fand. Am Ende musste er dann sogar als Rechtsverteidiger ran und wir sind nicht sicher, ob er noch einmal die Kurve kratzen kann.
Almog Cohen, weil der Israeli nach gutem ersten Jahr in dieser Saison nicht auf die Füße kommt. Seinen Ruf als „Gattuso Israels“ wurde er dabei nie gerecht und wir sind gespannt, ob der ehemalige Lieblingsschüler von Lothar Matthäus (aus seiner Zeit bei Maccabi Netanya) doch noch den Durchbruch schaffen kann.

1.FC Kaiserslautern:

So sehr wir die mannschaftliche Geschlossenheit gelobt haben, so gibt es doch auch viel zu kritisieren beim letztjährigen Siebten und folgende Punkte möchten wir herausstellen:
Rodnei, weil der Brasilianer in vielen Spielen von der Rolle wirkte und zwischenzeitlich auch seinen Stammplatz verlor. Überhaupt ist in der Innenverteidigung im Vergleich zur letzten Saison der Wurm drin. Von den drei potenziellen Startelf-Kandidaten Rodnei, Amedick und Abel hat auch niemand seinen Stammplatz sicher.
Itay Shechter, weil der Stürmer nie den Erwartungen gerecht werden konnte, die seine 2,5 Millionen Ablösesumme erwarten ließ. Nur magere drei Tore waren am Ende seine Bilanz, wobei wir hier auch jeden anderen FCK-Stürmer hätten nennen können, denn hier ist die absolute Problemzone der Betzebuben. Es bleibt abzuwarten, wie sich Neuzugang Nicolai Jörgensen in der Rückrunde entwickelt.
FC Augsburg:

Wenn man auf einem Abstiegsplatz steht, muss es zwangsläufig auch Flops gegeben haben. Wir haben folgende gefunden:
Uwe Möhrle, weil er letztes Jahr noch Kapitän war und jetzt schon wahrscheinlich ein halbes Jahr vor dem Rest des Teams den freiwilligen Abstieg in die zweite Liga auf sich nimmt. Im Winter wechselt der 32-Jährige nach Cottbus, weil es in Augsburg keine Perspektiven mehr für ihn gibt.
Nando Rafael, weil zwei Spiele für einen ehemaligen deutschen U21-Nationalspieler einfach zu wenig sind und es auch wegen seiner Teilnahme am Afrika-Cup für Angola in der Rückrunde nicht gut aussehen dürfte.
Lorenzo Davids, weil es nicht reicht, der Cousin von Edgar Davids zu sein mit einer ähnlichen Frisur. Von der Leistung her war der als Leistungsträger geholte Holländer bisher eine Enttäuschung.

SC Freiburg:

Beim Tabellenletzten der Liga wurde im Winter schon kräftig ausgemistet. Darüber hinaus haben wir folgenden „Mist“ erkannt:
Garra Dembele, weil ein Tor in 12 Spielen bei über zwei Millionen Ablösesumme einfach zu wenig ist. Als Top-Torjäger in Bulgarien erlebte der Stürmer aus Mali, dass in Deutschland doch noch ein anderer Wind weht. Trotzdem zeigte er ein paar vielversprechende Ansätze und wir sind gespannt, wie er sich weiter entwickelt.
Heiko Butscher, der stellvertretend für die sechs ausgemusterten Profis steht. Jahrelang war der Ex-Bochumer Kapitän, aber schon in der letzten Saison unter Dutt bröckelte sein Standing. Unter Sorg fand sich der Topverdiener des Teams neben Cisse plötzlich dauerhaft auf der Bank wieder. Aktuell wird er mit der Hertha in Verbindung gebracht, warten wir einmal ab, was der neue Trainer in Freiburg dazu denkt.
Andreas Hinkel, weil er erkennen musste, dass sein Comeback schwerer werden würde als gedacht. Er kam als arbeitsloser Spieler während der Vorrunde an die Dreisam und war darüber wohl selbst erstmal froh, allerdings stimmte die Leistung bisher nicht. Vielleicht hilft es ihm jetzt, wenn er die komplette Vorbereitung mitmachen kann.

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