Flops der Hinrunde, Teil 1

Kickwelt FlopWo viel Licht ist, ist auch viel Schatten. Wir haben deswegen bei allen Teams auch nach den Flop der Hinrunde gesucht und auch welche gefunden.

FC Bayern:

Beim Herbstmeister gab es trotz den inoffziellen Titels auch ein paar Flops, auch wenn man weiterhin auf drei Hochzeiten tanzt:

Rafinha, weil der Brasilianer sich bisher nicht richtig durchsetzen konnte und alles andere als das ist, was er sein wollte, nämlich Stammspieler.

Takashi Usami, weil es nicht reicht, Japaner zu sein, um gleichzeitig ein zweiter Kagawa zu werden. Er bekam zwar bisher nur wenig Chancen, aber diese nutzte er absolut nicht.

Philipp Lahm, weil er zwar keine schlechte Saison spielte, aber trotzdem auch nur selten seinem selbst gesetzten Führungsanspruch gerecht wurde. Wir tun uns jedenfalls in der Redaktion sehr schwer, uns an das letzte richtig gute Spiel von Lahm zu erinnern.

Breno, erneut verletzt, aber auch abseits des Platzes sieht es nicht gut für den Brasilianer. Der Verdacht der Brandstiftung ist da und trotz der Hilfe des Vereins dürfte es schwer werden für ihn, egal ob mit oder ohne Verurteilung wieder ins Team zu finden.

Borussia Dortmund:

Auch in Dortmund gab es neben den vielen Tops auch ein paar Flops:

Ilkay Gündogan, weil er bisher nicht als Sahin-Nachfolger überzeugte. Der Deutschtürke hat sowieso eine ganz andere Spielweise als der Neu-Madrilene, aber zuletzt kam er nur aufgrund Benders Verletzung zum Einsatz, ergo: viel Potenzial, aber bisher nur wenig umgesetzt.

Patrick Owomoyela: Eigentlich wollte der Ex-Nationalspieler wieder richtig angreifen, aber am Ende kam er nur auf vier Einsätze in der Bundesliga. Dazu der negative Höhepunkt mit der vollkommen unnötigen roten Karte im Pokal gegen Düsseldorf.

Lucas Barrios, weil er jetzt eben nur noch die zweite Geige hinter Lewandowski spielt und vielleicht deshalb sogar im Winter die Segel beim BVB streichen könnte.

Schalke 04:

Trotz des dritten Ranges gibt es auch in Schalke ein paar Flops:

Christoph Metzelder, weil er sang- und klanglos seinen Platz in der zweiten Reihe hinnehmen musste und fast niemand merkte, dass er nur noch selten spielt

Timo Hildebrand, weil er zwar einen neuen Verein fand, aber mal wieder nicht spielen darf, wie zuletzt bei einigen seiner Stationen und damit vielleicht auch in der Rückrunde den Platz mit seinem WM-2006-Kollegen Metzelder auf der Bank teilen darf

Alexander Baumjohann, weil ihm erneut nicht der Durchbruch gelang. Mehr als ein paar durchschnittliche Spiele waren es am Ende nicht und das ist eigentlich viel zu wenig für einen Mann mit seinen spielerischen Anlagen.

Jermaine Jones, weil er ganz aktuell durch seine Tätlichkeiten an Marco Reus und Igor de Camargo für eine der unsportlichsten Aktionen der Saison sorgte und damit seinem Ruf wieder einmal absolut gerecht wurde.

Borussia Mönchengladbach:

Joshua King, weil das wohl der einzige Transfer-Flop von Eberl/Favre war. Er wurde aus der Reserve von Manchester United verpflichtet und konnte bisher auch wegen Verletzungen überhaupt nicht helfen und könnte ggf. im Winter sogar seine Zelte in Gladbach wieder abbrechen

Oscar Wendt, weil es dem schwedischen Nationalspieler nicht gelang, in die erste Elf zu drängen, allerdings hat er mit Kapitän Filip Daems auch einen sehr starken Konkurrenten um den Stammplatz und die Hierarchie dürfte sich auch da im Winter nicht ändern

Raul Bobadilla, weil es dem Argentinier einfach nicht gelingt, konstant gute Leistungen zu bringen und er aktuell auch ohne Chancen auf einen Platz in der ersten Elf sein dürfte, wenn alle Konkurrenten einsatzfähig sind

Werder Bremen:

Werder spielte zwar punktemäßig eine sehr gute Vorrunde, aber kassierte gerade auswärts mehrere derbe Klatschen. Es ergaben sich deshalb folgende Flops:

Mehmet Ekici, weil der teuerste Neueinkauf bisher weit hinter den Erwartungen zurückblieb. In 14 Spielen durfte er nur sechsmal beginnen und konnte Schaaf und uns dabei nicht überzeugen. In der Rückrunde muss viel mehr von ihm kommen.

Marko Arnautovic, weil er es zwar schaffte praktisch skandalfrei durch die Hinrunde zu kommen, aber auch in Sachen Leistung auf dem Platz nur wenige Ausrufezeichen setzen konnte.

Philipp Bargfrede, weil er gerade bei den Klatschen gegen Schalke, Gladbach und den FC Bayern offenbarte, dass die Problemzone beim SV Werder nicht mehr wie früher einzig die defensiven Außenbahnen sind, sondern sich mittlerweile auf das zentrale, defensive Mittelfeld verlagert haben und genau dort ist Bargfrede (mit-)verantwortlich. Natürlich ist Bargfrede noch jung und man hätte an dieser Stelle auch den Brasilianer Wesley nennen können, aber der wurde durch Verletzungen wiederholt zurückgeworfen.

Bayer Leverkusen:

In Leverkusens Hinrunde gab es vor allem in der Champions League einige Lichtblicke, aber in der Bundesliga auch viel Schatten. Unsere Flops sind:

Robin Dutt, weil sich der neue Trainer teilweise ohne Grund Problemzonen schaffte durch unbedachte Äußerungen oder zweifelhafte Entscheidungen. Auch in der Winterpause dürfte dem Ex-Freiburger einiger Wind entgegen wehen, gerade nach der 0:3-Niederlage gegen Nürnberg am Ende.

Simon Rolfes, weil der Kapitän nicht mehr unumstritten ist. In 17 Spielen durfte er nur elfmal von Beginn an ran, was für einen Kapitän zu wenig ist. Ob es nur an den Leistungen liegt oder auch am Verhältnis zu Trainer Dutt bleibt hierbei offen.

Andre Schürrle, weil er den Erwartungen an ihn bisher auch noch nicht gerecht wurde. Zwei magere Tore sind eine miserable Ausbeute für den Ex-Mainzer.

Renato Augusto, weil sich der hoch veranlagte Brasilianer zunächst wieder in einem Leistungstief befand und dann durch eine erneute Verletzung ausfiel. In der Rückrunde dürfte es schwer werden, sich einen Stammplatz zurück zu erobern.

Rene Adler, weil sein Abstieg wegen einer erneuten Verletzung weiter geht. Einen neuen Vertrag gibt es nicht für den Ex-Nationalkeeper und die Planstellen in der Bundesliga scheinen auch schon vergeben zu sein. Vielleicht wäre ein Wechsel in sein geliebtes England die logische Konsequenz, um wieder nach oben zu kommen.

Hannover 96:

Wo es viele Tops gibt wie bei den „Roten“, gibt es auch ein paar Flops, teilweise auch folgerichtig aus den Tops:

Didier Ya Konan, der seinen Stammplatz verlor und außerdem sinnbildlich durch seinen verschossenen Elfmeter in der Nachspielzeit der Verlängerung mitverantwortlich für das Pokal-Aus daheim gegen Mainz war, was man wohl als bisher einzigen wirklichen Wermutstropfen in der Saison der 96er sehen dürfte.

Konstantin Rausch, weil der Shootingstar der letzten Saison nur noch so etwas wie die Nummer 12 im Team ist. Obwohl er in jedem Spiel dabei war in der Bundesliga, durfte er auch aufgrund seines starken Konkurrenten Pander nur neunmal von Beginn an ran.

Moritz Stoppelkamp, weil der Ex-Oberhausener ein gutes Beispiel ist, dass es nicht nur reicht, in Testspielen zu treffen. Niemand traf in der Saisonvorbereitung besser als der Offensivspieler, als es aber darauf ankam, konnte er nur selten überzeugen.

VfB Stuttgart:

Auch bei den Schwaben gab es in der abgelaufenen Vorrunde ein paar Flops, die uns nicht entgangen sind:

-Der VfB hat ein generelles Sturmproblem. Weder Pavel Progrebnyak noch Julian Schieber noch Cacau konnten überzeugen. Der beste Torschütze ist Martin Harnik mit sechs Treffern, der allerdings meistens im rechten Mittelfeld eingesetzt wird. Außerdem scheint die Chemie untereinander im Sturm nicht immer zu stimmen, wie die Auseinandersetzungen speziell zwischen Harnik und Cacau zeigten.

Timo Gebhardt, weil der Ex-Löwe es immer noch nicht zu mehr als zum Ergänzungsspieler geschafft hat. Zudem hat er nach wie vor zwar bei den eigenen Fans einen guten Ruf, bei den gegnerischen allerdings ein umso schlechteres Image.

Zdravko Kuzmanovic, weil er zwar von Juve gejagt wird, aber in der Bundesliga immer noch nicht seine ganz große Klasse nachgewiesen hat. Potenzial blitzt beim Serben zwar immer wieder einmal auf, aber ihm fehlt neben der Konstanz auch das Vertrauen des Trainers, das er sich erst noch erarbeiten muss, falls er nicht im Winter zurück nach Italien geht.

1899 Hoffenheim:

Hoffenheim ist mittlerweile fester Bestandteil der Liga, aber trotzdem sind sie auch aus Imagegründen weiterhin so etwas wie eine graue Maus. Flops der Vorrunde waren für uns:

Andreas Beck, weil seine Leistungskurve immer weiter bergab geht und das eigentlich seit Mai 2010, als er last minute aus dem deutschen WM-Kader gestrichen wurde. Hinten ist der Rechtsverteidiger oft ein Sicherheitsrisiko und nach vorne kommt so gut wie nichts mehr. Trainer „Stani“ dürfte sich hier im Winter auch Gedanken über Alternativen machen.

Tobias Weis, weil der Mittelfeldspieler ähnlich wie Beck einen ständigen Leistungsabfall zu verzeichnen hat, der auch, aber nicht nur durch Verletzungen erklärbar ist. Nach seiner ersten bärenstarken Vorrunde in der Bundesliga kommt fast nichts mehr von ihm. In dieser Saison kam er auf magere zwei Einsätze und spätestens am Saisonende wird er sich wohl eine Liga weiter unten nach einem neuen Verein umschauen müssen.

Ryan Babel, weil der Holländer viel weniger zeigt als er kann und er sein Potenzial fast nie abrufen konnte.

Teil 2 ist hier direkt abrufbar.

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Keine Kommentare

  1. Größter Pechvogel sit wohl Barios, da er nach seiner tollen vergangenen Saison aufgrund seiner Verletzung lange ausfiel und seinen Stammplatz an Lewandowski abtreten musste. Lewandowski hat eine sehr gute Hinrunde gespielt und ist jetzt Stürmer Nummer 1 unter Klopps Stürmern.
    Diese Reservistenrolle ist aber Barios zu wenig und auch verständlich!
    Hoffe sehr das Barios und Lewandowski zusammenspielen und Barios den Verein nicht verlässt.

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