Gerald Asamoah und Kevin Großkreutz

Kickwelt FlopEgal, wer am Dienstagabend die Wahrheit sagt und wer nicht, beide Protagonisten haben zur Eskalation beigetragen und nicht erst während des Spiels. Beide sind auch schon in der Vergangenheit negativ aufgefallen, wenn es um die Rivalität zwischen Dortmund und Schalke geht. An sich spricht auch nichts gegen das „Pflegen“ dieser Feindschaft, aber es ist schon merkwürdig, dass speziell Asamoah regelmäßig behauptet, von Dortmundern rassistisch beleidigt worden zu sein. In der Vergangenheit hatte schon Roman Weidenfeller mit ähnlichen Vorwürfen zu kämpfen und wir möchten nur betonen, dass diese Behauptung schon schwerwiegend ist, aber natürlich auch publikumswirksam.

Asamoah selbst gab in der letzten Woche auch gefühlt 100 Interviews, bei denen er regelmäßig seine Abneigung gegen „Lüdenscheid“ zum Besten gab. Kevin Großkreutz und auch Trainer Jürgen Klopp haben nach dem Spiel etwas ganz anderes vergessen: Zwar steht man jetzt im Pokalfinale, aber man hat gegen eine zugegeben sehr starke Zweitligamannschaft kurz vor der Blamage gestanden. Anstatt sich nach dem Spiel über den verdienten, aber am Ende auch sehr glücklichen Sieg zu freuen, führten sich beide und auch der Rest des Teams auf, als hätte man gerade die Champions League gewonnen. Dass Großkreutz fast 50 Meter direkt auf Asamoah zulief und den provozierte, war genauso unnötig wie Klopps Jubel in Richtung Fürth-Trainer Mike Büskens.

Wir wollen nicht beurteilen, welche Version jetzt die richtige ist, aber aus unserer Sicht gibt es hier nur Verlierer, weil jeder der Beteiligten gehörig Ansehen verloren hat. Emotionen gehören auch hundertprozentig zum Fußball dazu, aber trotz allem sollte man sich im Griff haben. Wenn nach dem Spiel im Fanblock Schmähgesänge zum Beispiel von Mohamed Zidan oder Tim Wiese angestimmt werden, hagelt es Strafen vom Verband. Das ist aus unserer Sicht unsinnig, weil da niemand persönlich beleidigt wird und Schmähgesänge gehören zum Fußball dazu wie die Bratwurst und das Bier. Beim Pokalhalbfinale gab es aber persönliche Beleidigungen und so etwas sollte man von DFB-Seite unterbinden. Asamoah hat sich vor dem Spiel selbst keinen Gefallen getan und nach dem Spiel die Quittung kassiert. Sollte wirklich Rassismus im Spiel gewesen sein, ist das nicht in Ordnung, aber bewiesen werden kann so etwas wahrscheinlich nie. Dass Asamoah jetzt von eigenen Spielern unterstützt wird (Mavraj), ist dabei nur wenig förderlich. Dass er selbst nicht sagen will, was Großkreutz gesagt haben soll, nährt die Spekulation, dass es nichts Rassistisches ist. Warten wir ab, wie die Sache weitergeht, jedenfalls gibt es bisher nur Verlierer dabei…

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Ein Kommentar

  1. Also wenn Großkreutz Asa wirklich rassistisch beleidigt hat, dann muss er lange gesperrt werden. Der DFB darf sowas nicht tolerieren. Leider wissen
    wir nicht genau was im Eifer des Gefechts tatsächlich gesagt wurde und müssen beide Streithähne verstehen. Insgessamt gehört dieses Verhalten nicht auf dem Fussballplatz, da auch die kleineren Fussballgäste von den Profis lernen und es nachmachen.
    Ich war froh, daß ich meinen Kleinen nach der Halbzeitpause ins Bett gebracht habe, sodass er es nur am Rande mitbekommen hat (in der Schule) :)

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