Peniel Mlapa (1899 Hoffenheim)

Kickwelt FlopDer Titel „Flop der Woche“ geht diese Woche ebenfalls an einen sehr überraschenden Kandidaten: Peniel Mlapa, Stürmer von 1899 Hoffenheim bekommt diesmal unsere negative Auszeichnung.

Warum? Weil er in unseren Augen „ohne Rücksicht auf Verluste“ Frankfurts Verteidiger Maik Franz bei seinem Foul so schwer verletzte, dass dieser mit einem Mittelfußbruch in dieser Saison kein Spiel mehr für sein Team bestreiten kann.
„Und warum wird man deswegen gleich zum Flop der Woche“, werden sich viele fragen, weil es ja öfters Fouls gibt, die zu schweren Verletzungen führen. Der 20jährige Mlapa ist aber bei Franz Wiederholungstäter, denn schon im Hinspiel foulte er Franz so schwer, dass dieser mehrere Wochen wegen einer Bauchmuskelverletzung pausieren musste. Auch damals war das Foul in unseren Augen unter „Inkaufnahme“ einer Verletzung geschehen.

Außerdem gibt es schon seit Jahren in der Bundesliga eine Hetzkampagne gegen Franz, der wir hier bewußt entgegenwirken wollen. Franz ist zwar auf dem Platz teilweise kompromisslos und arbeitet auch mit unfairen Mitteln, aber sein Ruf als der große „Holzer“ ist im Prinzip nicht mehr haltbar. Franz kommt in dieser Saison zwar schon auf 13 gelbe Karten, aber davon waren nur wenige aufgrund von bösen Foulspielen verteilt worden. Seine letzte Karte kassierte er eben am Samstag kurz nach dem Foulspiel, als sich Mlapa entschuldigen wollte und er – wohl noch unter Schmerzen – ihm symbolisch die Hand wegschlug und somit die Entschuldigung nicht annehmen wollte.

„Der ist doch noch sehr jung und wer weiß, was im Spiel vorher vielleicht alles versteckt passiert ist“, werden jetzt wieder viele Kickwelt-Leser zum Schutz des Hoffenheimers Mlapa sagen. Wir, die kickwelt-Redaktion halten es da allerdings wie Simon Südel und Jessica Kastrop, Moderatoren-Duo von Samstag LIVE! auf sky: „Wir haben Maik Franz hier als tadellosen und sympathischen Sportsmann kennengelernt und können die Kampagne gegen ihn nicht verstehen.“
Franz beging laut unserem Datendienstleister Impire in seinen 23 Saisonspielen insgesamt nur 32 Fouls, was im Vergleich zu anderen BL-Innenverteidigern im unteren Bereich liegt. Gleichzeitig wurde der Ex-Karlsruher 41mal selbst gefoult, auch ein Fakt, der zeigt, dass Thomas Schaaf und diverse Medienkollegen in Maik Franz irren.

Mlapa ist auf diesen fahrenden Zug aufgesprungen und würde gut daran tun, sich nicht nur proforma, sondern ehrlich und öffentlich bei seinem „Opfer“ zu entschuldigen (egal was sonst vorgefallen ist). Denn niemand gibt Peniel Mlapa das Recht, sich mittels Selbstjustiz oder einfach nur aus Frust (andere Gründe gibt es für sein „Draufhalten“ nicht) an Franz zu rächen. Allen anderen empfehlen wir, sich ein bißchen differenzierter mit dem Thema „Iron-Maik“ zu befassen und nicht immer nur den „Kartenkönig“ in ihm zu sehen.

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