Thomas Tuchel, FSV Mainz 05

Kickwelt FlopUnser Flop der Woche Thomas Tuchel war schon öfters knapp an der Berufung in diese Kategorie gescheitert, aber jetzt ist es endlich so weit. Der Mainzer Trainer hat nach der 0:4-Niederlage gegen 1899 Hoffenheim erneut bewiesen, dass er ein Problem damit hat, ein sportlich fairer Verlierer zu sein.

Fast alle Zahlen und Fakten sprachen am letzten Wochenende gegen seine 05er, aber der 38-jährige Tuchel zeigte sich uneinsichtig und äußerte sich mehrfach so, als ob Mainz eigentlich das bessere Team gewesen wäre und eigentlich einen Sieg verdient hätte, mit unterschiedlichen Varianten. Einmal sah er sein Team in der ersten Halbzeit besser, vor einem anderen Mikrofon sogar insgesamt.
Wenigstens suchte er diesmal wie schon öfters nicht die Schuld beim Schiedsrichter, der ja immerhin auch einmal kräftig zum Nachteil der Mainzer daneben lag. Im sportlichen Hoch waren diese negativen Eigenschaften in der Außendarstellung bei Tuchel selten zu sehen, aber im Moment verstärkt sich dieser Eindruck regelmäßig.

Anstatt die Fehler bei Anderen zu suchen, sollte sich unser „Preisträger“ lieber einmal fragen, ob der Hauptgrund für die aktuelle Misere nicht nur der Abgang von Leistungsträgern wie Schürrle, Fuchs oder Holtby ist, sondern auch sein ständiges Bäumchen-wechsel-dich-Spiel: Keine Mannschaft rotiert so viel im Augenblick wie die Mainzer. Schon in der letzten Saison führten Tuchels taktische Spielchen dabei nicht immer zum Erfolg. Aktuell gibt es in unseren Augen bis auf Torhüter Müller (der lange zittern musste) und Kapitän Nikolce Noveski kaum einen Spieler, der sich seines Stammplatzes sicher sein kann und ob das gut ist für eine gute Stimmung im Team, wagen wir zu bezweifeln.

Für uns steht Mainz vor einer sehr schweren Saison und Trainer Tuchel muss sich noch gewaltig ändern, wenn er nicht am Ende der Saison selbst noch etwas dazu beitragen will. Die Stimmung im Team ist nämlich oft ein Indikator für die „Lebensdauer“ des Trainers und so gut ist diese Stimmung im Moment nach unseren Informationen nicht mehr. Das Ende von Aufstiegsheld Jörn Andersen kam sehr plötzlich und wenn Tuchels Zusammenarbeit mit dem Team ähnlich schlecht ist wie seine Außendarstellung in der Niederlage, dann könnte ein sicher auch berechtigter Shooting-Star der letzten Saison in dieser Spielzeit noch viel Gegenwind bekommen.

Sollte Tuchel die Saison aber vernünftig weiterführen bzw. abschliessen, dann stehen ihm sicherlich noch viele Türen in der Zukunft offen, aber der oft genommene Vergleich mit Vor-Vorgänger Jürgen Klopp ist in unseren Augen nicht zu halten – auch wenn beide wohl Freunde sind und viele Mainzer und insbesondere der hier gescholtene sich das wünschen würden.

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Keine Kommentare

  1. Tuchel muss in den nächsten Spielen die Wende schaffen sonst sehe ich schwarz für ihn. Er wird dann nicht mehr für den Verein tragbar sein. Auch wenn viele Leistungsträger wie Fuchs, Holtby, Schürrle den Verein gewechselt haben aber dennoch steht ihm ein super Team zur Verfügung. Wenn er die Mannschaft nicht immer rotieren würde dann käme der Erfolg zurück. Das Spiel gegen Leverkusen war sehr gut, an diesem Team würde ich festhalten!
    Letzte Saison hat die Rotation noch geklappt aber nur weil er ein breit aufgestelltes Superteam hatte. Nun wirds in der Breite dünn und die Auswechselbank ist nicht mehr so stark wie letztes Jahr, somit muss er seinen Rotations-Wahn aufgeben, ansonsten sag ich nur: „Goodbye Mr.Tuchel“

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