Transfer-Deadline-Verlierer

Kickwelt FlopBei den Tops stehen die gesammelten Transfergewinner aus unserer Sicht, bei den Flops sind es diesmal analog die Panikkäufer/-verkäufer oder die, die sich in unseren Augen verkauft haben.

VfL Wolfsburg: Die Niedersachen sind hier ganz oben zu nennen. Selbst für Magath-Verhältnisse tat sich in den letzten Tagen sehr viel und fast alle Personalien sehen wir kritisch. Positiv bewerten wir zunächst die beiden Abgänge Pekarik, Kjaer und Diego, aber selbst das verlief nicht nach Plan. Während Magath seinen Skandal-Spielmacher und seinen Pannen-Innenverteidiger sowie Bankdrücker Pekarik gerne verkauft hätte, wurden es am Ende nur drei Ausleihen. Bei Diego könnte das unter dem Strich vielleicht sogar am Ende ein Vorteil sein, da dieser sich im Show-Room Primera Division wieder in den sportlichen Vordergrund spielen kann und nach der Saison umso mehr Ablöse bringen dürfte. Im Fall Simon Kjaer sieht das etwas anders aus. Der Däne kam vor zwei Jahren für sehr viel Geld und es dürfte schwer werden, dieses Geld zurück zu bekommen. Pekariks Transfer-Hickhack (erst soll er verkauft werden, dann soll er bleiben und am Ende wird er ausgeliehen) steht stellvertretend für Magaths Linie in den letzten Wochen: Es ist ein eiziges hin und her. So, dann schauen wir uns noch die weiteren Personalien von Magath an:

-Patrick Helmes: sollte gehen, wollte aber wohl nur in der Bundesliga wechseln und da fand sich kein Abnehmer. Auf Dauer dürfte es ein Problem sein, einen Mann solcher Klasse im Kader zu haben, den Magath eigentlich gar nicht mehr will. Helmes hat viel Potenzial, aber bekommt er die Chance, das zu zeigen?

-Aliaksandr Hleb:  wird bis Ende des Jahres leistungsbezogen vom FC Barcelona ausgeliehen. Die guten Zeiten des mittlerweile 30-jährigen Weißrussen liegen lange zurück und dazu ist er aktuell noch verletzt. Da er zunächst nur bis Ende des Jahres ausgeliehen ist, sehen wir hier wenig Chancen, dass die Millionen-Ausleihe am Ende Früchte trägt.

-Chris: Mit dem verletzungsanfälligen Brasilianer, der vereinslos zum VW-Club wechselte, konnte Wolfsburg eigentlich nicht viel verkehrt machen. Aber welchen Sinn macht dann noch der Transfer von Marco Russ von vor nicht einmal drei Wochen? Beide kamen aus Frankfurt. Russ fehlt in unseren Augen die Qualität, die viele in ihm sehen und bewies diese Magath wohl in seinen ersten Auftritten im Wölfe-Dress so eindrucksvoll, dass er es jetzt eben mit Chris versuchen will.

-Rasmus Jönsson: Viele schrieben, dass Magath nur alternde Profis setzen würde. Dass das nicht so ist, beweisen auch die Namen Jönsson, der gestern noch kam, und Christian Träsch. Vielleicht hofft man in Wolfsburg, in Jönsson einen zweiten Edin Dzeko gefunden zu haben. Der Bosnier wurde in Magaths erster Amtszeit geholt und dürfte wohl der persönlich beste Transfer in Magaths Trainerkarriere gewesen sein, vielleicht neben Rauls Lockruf vom sonnigen Spanien, um es vorsichtig zu sagen, herben Gelsenkirchen. Von Träsch verspricht man sich ähnlich viel, bisher konnte der Ex-Stuttgarter das aber nicht beweisen.

Bayer Leverkusen: Warum taucht Bayer Leverkusen hier auf? Weil es nach Völlers Auftritt im Doppelpass vom Wochenende fast schon als sicher galt, dass Michael Ballack den Verein noch verlassen würde – warum sonst hätte Rudi Völler diese Personalie sonst in der Weise aufbauschen sollen. In unseren Augen suchte Bayer einen Käufer für den Ex-Capitano, der wie die ersten Spiele bewiesen haben, wohl nicht mehr zur absoluten Stammelf gehört. Mit einem Ballack auf der Bank dürfte Bayer aber auf Dauer nicht glücklich werden, da sowohl intern als auch extern ständige Unruhen vorprogrammiert sein dürften. Ob sich wirklich kein Abnehmer fand oder ab Ballack selbst nicht wechseln wollte, bleibt dabei offen. Fakt ist auf jeden Fall, dass wir durch diese Personalie in den nächsten Wochen noch eine schwere Zeit für Trainer Dutt vorhersagen.

1. FC Kaiserslautern: Wie der HSV in die Top-Liste kommt, erklärt auch, warum der FCK in der Flop-Liste landet. Vor der Saison gab es unter anderem durch Lakic, Hoffer und Moravek einen gewaltigen Aderlass in der Offensive. Jetzt wurde ohne Not mit Ilicevic auch noch der letzte Offensiv-Stammspieler aus der Vorsaison abgegeben. Zwar bekundete dieser oft Abwanderungsgedanken, aber trotzdem dürfte man sich da in der Pfalz keinen Gefallen getan haben. Von der Ablöse kassierte Ilicevics alter Verein VfL Bochum auch noch einen Teil und wir denken, dass man mit den restlichen drei Millionen zwar neues Geld in der klammen Kasse hat, aber dafür werden die Abstiegssorgen vielleicht jetzt noch größer.

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