Armin Veh

Kickwelt TopKaum jemand ist in der Kickwelt-Redaktion so umstritten wie Eintracht-Trainer Armin Veh. Die Beurteilungen schwanken zwischen „sympathischer Trainer mit großem Potenzial“ bis „Blender mit dem One-Hit-Wonder-Titel in Stuttgart“.

Die zweite Fraktion bekommt zur Zeit gehörig den Wind aus den Segeln genommen, denn Vehs Erfolge in Frankfurt sind nicht von der Hand zu weisen. Zunächst einmal den für Aufsteiger aufgestellten Rekord mit vier Siegen in die Saison zu starten und danach auch noch einen sehr überzeugenden Auftritt gegen den amtierenden Meister Borussia Dortmund, der am Ende mit einem Punkt belohnt wurde.

Neben den sportlichen Erfolgen punktet Veh bei uns aber auch durch seine sympathische und offene, direkte Art. Der 51-Jährige ist jemand, der in Interviews immer etwas zu sagen hat. Man bekommt von ihm keine Standard-Phrasen zu hören und was das Allerwichtigste ist: Man merkt dem Stuttgarter Meistertrainer immer an, dass er sich nicht zu wichtig nimmt.

Der gebürtige Augsburger schaffte es schon in der letzten Saison mit einer bunt zusammen gewürfelten Mannschaft nach dem Abstieg den direkten Wiederaufstieg, was ihm auch nicht jeder vorher zutraute. Das einzige, was uns redaktionsintern unisono nicht gefallen hat, waren seine verbalen Angriffe auf den Aachener Sascha Rösler, den er als „Schande für den Fußball“ bezeichnete.

Ohne Verständnis für diese Aussage zu haben, erkennt man hier aber auch Vehs Naturell: Er spricht oft frei von der Seele und hebt sich dadurch vom „Mainstream“ ab. Sportlich hat er bisher auch vieles bis alles richtig gemacht. Ohne das ganz große Geld im Rücken verpflichtete er mit Trapp einen sehr talentierten Keeper und mit Zambrano, Aigner, Occean und Inui vier Spieler, die in der letzten Zweitligasaison zu den besten der Liga gehörten.

Sicherlich startete die „SGE“ vor zwei Jahren unter Michael Skibbe ähnlich gut und stieg am Ende ab, aber wir glauben, dass unter Vehs Regiment ein ganz anderer Wind weht. Der „Trainer des Jahres von 2007“ ist auf einem guten Weg in den Dunstkreis dieses Titels in diesem Jahr zu gelangen, auch wenn er da mit Jürgen Klopp oder Christian Streich harte Konkurrenten haben dürfte. Die nächsten Spiele werden zeigen, wohin die Reise geht. Wenn Veh weiter seine Linie durchzieht, sollte da noch viel möglich sein.

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