Frank Rost (Hamburger SV)

Kickwelt TopUnser Top der Woche ist diesmal genau so ausgewählt worden wie er sich selbst oft verhält: er schwimmt gegen den Strom. Unser „Preisträger“ ist nämlich HSV-Keeper Frank Rost. Der kassierte zwar sechs Gegentore in München, gab aber nach dem Spiel mehrere beachtliche Interviews, bei denen er kein Blatt vor den Mund nahm.

Ob es richtig war, so zu handeln, wird sehr zwiespältig gesehen in der Öffentlichkeit, aber eins steht fest: Rost sprach mutig und direkt Misstände im Verein an und hat aus kickwelt-Sicht in vielen Punkten recht. Das er einen Tag später den „Schwanz“ nicht einzog, zeigt, dass man es mit dem in Leipzig aufgewachsenen Torhüter mit einem der letzten mündigen Bundesligaprofis zu tun hat.
Bemerkenswert war auch, dass er mit seinen Worten fast jeden HSV-Verantwortlichen kritisierte, nur den mittlerweile geschassten Trainer Armin Veh ausnahm! „Veh hat sich mir gegenüber immer offen und ehrlich verhalten“ sind aus Rosts Mund sicherlich gern gehörte Worte für Veh.
Wer weiß, ob Rosts Worte zusammen mit den weiteren Maßnahmen, die in dieser Woche in Hamburg getroffen wurden (Rauswurf vom erfolglosen Trainer Veh, Rauswurf von Vorstandschef Hoffmann etc.) ähnliche Wirkung haben wie die Worte von Philipp Lahm von vor einem Jahr. Beide kassierten eine hohe Strafe, durften sich aber jeweils als „Wachrüttler“ fühlen.

Veh selbst ist trotz seiner Entlassung für uns auch noch ein ganz kleiner „Top der Woche“, denn selten dürfte ein Trainer in einem Verein mit solch einer Krise so gute Umfragewerte haben. Nur etwas mehr als 4 Prozent von knapp 10000 Teilnehmern in einer Kicker-Umfrage gaben Veh die Schuld an der derzeitigen Lage beim HSV. So gut der Leitartikel von Kicker-Redakteur Sebastian Wolff die Situation bei den Hanseaten beschreibt, so schlecht war dabei die Überschrift gewählt. „HSV in Trümmern“ geht wegen der aktuellen Lage in Japan in unseren Augen gar nicht und darüber sollte auch dringend beim führenden deutschen Fußballmagazin nachgedacht werden.

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