Lars Stindl und Markus Babbel

Kickwelt TopDen Titel „Top der Woche“ dürfen sich diese Woche Markus Babbel und Lars Stindl teilen. Beide überzeugten uns durch schonungslose Ehrlichkeit, die nicht selbstverständlich ist, wie man noch vor einer Woche in der Champions League beim Brasilianer Luiz Adriano gesehen hat.

Die Geschichte bei Lars Stindl ist einfach erzählt. Der 96-Spieler zeigte sich quasi selbst an: In den offiziellen DFL-Unterlagen wurde er nach dem 13. Spieltag noch mit vier gelben Karten geführt. Nach dem Spiel gegen den FC Bayern erklärte der 24-Jährige, dass da wohl eine Karte fehlen würde und er eigentlich im nächsten Spiel gesperrt sein müsse. Nach Durchsicht der Unterlagen fiel dann auf, dass im Spielbericht des Spiels der „Roten“ gegen Aufsteiger Frankfurt eine gelbe Karte nicht aufgeführt wurde, die Stindl nach einem Gegentor erhielt.

Am Dienstagmorgen korrigierte die DFL die Sache und folgerichtig blieb dem Ex-Karlsruher am Abend ein Einsatz gegen Fürth verwehrt. Seine Mannschaft gewann trotzdem und Stindl dürfte damit viele Sympathien gewonnen haben. Die Leute, die es als taktischen Zug kritisieren, weil er dadurch einer Sperre gegen das wichtige(re) Spiel gegen Mainz am Samstag ausgewichen wäre. Wir finden, dass solche Unterstellungen, die man an verschiedenen Stellen lesen konnte, deplatziert sind.

Auch Markus Babbel bewies am letzten Sonntag seine Ehrlichkeit. Sportlich läuft zur Zeit gar nichts bei den Kraichgauern und möglicherweise steht Babbel bei einer weiteren Niederlage gegen Bremen am Sonntag auch vor der Ablösung. Allerdings sorgte er am Sonntag in der Sky-Sendung „sky90“ für ein Highlight: Ohne Not gab er zu, dass er seinen Topeinkauf Tim Wiese ohnehin durch Ersatzmann Casteels ersetzen wollte. Die Verletzung des Ex-Nationalkeepers sorgte dann dafür, dass Wiese ohnehin nicht in der Startelf stehen konnte. Mit dem Torwartwechsel gestand Babbel erstens einen eigenen Fehler ein, denn Wiese war so etwas wie sein „Königstransfer“ aus dem Sommer und zweitens zeigte der Ex-Nationalspieler damit, dass man – obwohl er damit ein neues Fass aufmachte – auch offen und ehrlich mit solchen Dingen umgehen kann.

Persönlich wünschen wir Babbel, dass er endlich wieder einen Verein findet, bei dem er sein Können zeigen kann und auch wenn es im ersten Moment hart klingt: vielleicht freut er sich irgendwann noch einmal, kein Tattoo vom Hopp-Club auf dem Körper zu haben.

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