Markus Rosenberg, Werder Bremen

Kickwelt TopAlle reden nach Freitag und besonders nach dem Länderspiel gestern von Mario Götze, der diese Aufmerksamkeit sicherlich auch verdient hat, aber wir möchten uns nicht an dem allgemeinen Hype beteiligen, weil das heute teilweise schon sehr übertrieben dargestellt wird. Deshalb haben wir uns  auch für einen anderen Top der Woche entschieden: Markus Rosenberg von Werder Bremen, der wie Phönix aus der Asche auferstanden ist und mit zwei Toren Matchwinner der Bremer gegen Kaiserslautern war.

Eigentlich hatte man den 30-fachen schwedischen Nationalspieler an der Weser schon abgeschoben, aber trotz neun Toren in der Primera Division für Racing Santander, wohin er in der letzten Saison ausgeliehen wurde, fand sich in diesem Sommer kein neuer Verein und so wurde er – auch aufgrund der Pizarro-Verletzung – wieder interessant für Trainer Thomas Schaaf. Das Vertrauen, das Schaaf notgedrungen in Rosenberg setzte, zahlte er mit zwei Toren zurück.

Rosenbergs Zeit beim SV Werder begann in der Winterpause 2006/2007, als er mitten in der Saison von Ajax Amsterdam verpflichtet wurde. In 14 Spielen erzielte er dann 8 Tore und man sprach schon von einer großen Zukunft für den damals 25-Jährigen. In den Spielzeiten danach hatte er aber immer wieder mit Verletzungen zu tun und aus unserer Sicht war das ständige Wechseln der Position neben Pizarro Gift sowohl für Rosenberg als auch für Hugo Almeida. Beide spielten sehr wechselhaft, mal sehr wichtige Tore, mal trafen sie aus fünf Metern kein Scheunentor. Hier ist sicherlich auch Trainer Schaaf in der Mitschuld, denn richtig auf einen einigen konnte er sich nie und deswegen gab wohl auch Almeida in Bremen auf, wobei natürlich auch finanzielle Aspekte eine Rolle gespielt haben beim Wechsel zu Besiktas Istanbul im letzten Winter.

„Rosi“, wie der beidfüßige Stürmer genannt wird, wagt jetzt einen neuen Anlauf. Mal schauen, inwieweit er es diesmal packt. Konkurrenten gibt es mit Arnautović, Wagner und jetzt auch Thy genug, hier ist jetzt erneut das Geschick von Thomas Schaaf gefordert. 32 Tore in bisher 91 Bundesligaspielen sind jedenfalls eine ganz beachtliche Quote, auf die andere Stürmer stolz sein würden. Allerdings lag das Problem von Werder Bremen in der kompletten Schaaf-Ära, wie hier schon oft bemängelt, nicht in der Offensive. Aber auch hier besteht aktuell noch Verbesserungspotenzial und vielleicht ist eben Markus Rosenberg ein wichtiger Baustein.

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