Mehmet Scholl (ARD-Experte)

Kickwelt TopOft genug haben wir in den letzten Wochen in der Kategorie „Flop der Woche“ die in unseren Augen mangelnde Qualität bei den öffentlich-rechtlichen Fußballredaktionen angeprangert. Doch diesmal bekommt einer aus deren Reihen den Titel „Top der Woche“, nämlich ARD-Experte Mehmet Scholl.

Nach der WM trat Günther Netzer als „erster“ Experte bei der ARD ab und Scholl sollte seine Nachfolge übernehmen. Der 40jährige Scholl durfte schon davor bei weniger wichtigen Spielen (meistens mit Reinhold Beckmann) ran. Dort merkte man schon, dass die ARD in der Verpflichtung des ehemaligen „Sunnyboys“ der Liga einen Glückstreffer gelandet hat. Richtig gut ist Scholl aber erst, seit er zusammen mit Gerhard Delling analysiert.
Nach dem Pokalspiel FC Bayern gegen Werder Bremen wurde Scholls großes Potential deutlich sichtbar: beim Gespräch zwischen ihm und Bastian Schweinsteiger waren Klaus Allofs und Gerhard Delling nur Randfiguren. Scholl stellte innerhalb von drei Minuten mehr wirklich interessante Fragen, als man sonst nicht in zehn „Weichspüler-Interviews“ zu hören bekommt. Einfach frech und frei Schnauze wollte er unter anderem wissen, ob Lahms Quer- und Rückpassorgien vom Trainer so gewollt sind. Auch zu anderen Themen hatte der gebürtige Karlsruher eine klare Meinung: „Viele Menschen sagen, dass Mario Gomez kann nicht Fußball spielen…ich sehe das anders…wenn man ihn richtig anspielt, ist er eine Waffe!“

Einziges Manko Dienstag Abend bei Scholl waren die zwei Buchstaben zuviel bei der Anrede von „(Se-)bastian“ und die Einschätzung, dass Wolfsburg zur Zeit einen Lauf hätte. Dabei muss er wohl (unter anderem) das Spiel der VW-Städter gegen Nürnberg vergessen haben. Alles perfekt kann es bei ihm noch nicht sein, denn dafür ist „Mehmet“ noch zu neu im Geschäft. Es könnte aber sein, dass man es bei weiteren solchen tollen Auftritten wie am Dienstag schwer haben wird, ihn vom TV-Geschäft wieder auf die Trainerbank zu bekommen.

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