Tops der Hinrunde, Teil 1

Kickwelt TopWie jedes Jahr möchten wir auch nach dem nicht erfolgtem Weltuntergang auch 2012 unsere ganz eigenen Top- und Flop-Listen der Hinrunde veröffentlichen. Wie immer gilt auch hier: Vieles ist subjektive Redaktionsmeinung und wir erheben weder einen Anspruch auf Vollständigkeit noch einen Anspruch auf objektive „Richtigkeit“. Im ersten Teil geht es diese Woche um die Aktiven auf dem Platz und auf der Trainerbank. Nächste Woche folgen dann unsere Medien-Tops und -Flops.

Kategorie Feldspieler:

Dante (FC Bayern):

Selten schaffte ein Neuzugang beim FC Bayern einen solchen Start – gerade in der Defensive. Die wenigsten Experten hatten mit einer solchen Leistung des Innenverteidigers gerechnet. Seine Spielweise ist bis auf die gute Technik wenig mit den sonstigen brasilianischen Abwehrspielern zu vergleichen. Der Ex-Gladbacher ist enorm zweikampfstark, spielt kompromisslos und übernimmt schon jetzt eine Führungsrolle im Team. Dazu sind seine Qualitäten in der Offensive bei Standardsituationen bisher noch viel zu wenig zur Geltung gekommen. Jupp Heynckes hat seine bisherige Leistung mit einer sonst nur sehr zaghaft vergebenen Stammplatzgarantie geadelt und für uns ist er einer der Tops der Hinrunde.

Thomas Müller (FC Bayern):

Wenn der Rekordmeister einen solchen Vorsprung hat, muss es noch mehr Tops im Team geben. Man könnte auch noch einige Namen nennen, aber wir haben uns für Thomas Müller entschieden. Müller wurde vor der Saison von vielen Experten schon als Winterabgang gehandelt und kaum einer traute ihm einen Stammplatz zu. Der 38-fache Nationalspieler strafte aber alle Kritiker: Mit neun Toren und ebenso vielen Assists führt der gebürtige Oberbayer klar die Scorer-Wertung der Liga an. Dazu kommt, dass seine Tore fast immer sehr wichtige Treffer sind. Zwar spielte Franck Ribery (nimmt man nur die Leistung als Maßstab) die wohl beste Serie in der Hinrunde, aber wir lassen natürlich wie immer noch andere Faktoren mit einfließen. Müller ist auf und abseits des Platzes ein Vorbild und diese Qualität hat der Franzose definitiv nicht.

Stefan Kießling (Bayer Leverkusen):

25 Tore im Jahr 2012 und davon 12 in der aktuellen Hinrunde sind Ligaspitze und Stefan Kießling ist damit ein Garant für den Aufschwung der Werkself. Kießling ist absolut unverzichtbar bei Bayer. Neben den Toren gibt es wohl keinen Stürmer, der sich so viel in Zweikämpfen aufreibt und auch wenn er manchmal (auch bei uns redaktionsintern) aufgrund seiner teilweise unorthodox wirkenden Ballbehandlung unterschätzt wird, möchten wir an dieser Stelle damit aufräumen. Auch Jogi Löw sollte hier 2013 umdenken und neben Gomez und Klose in der Offensive auch auf den Ex-Nürnberger bauen.

Juan Arango (Borussia M´gladbach):

Die wohl überraschendste Nominierung in dieser Kategorie dürfte Gladbachs Juan Arango sein. Arango ist sicherlich nicht die Leistungskonstanz in Person, aber niemand in der Liga verfügt über solche genialen Momente wie der Venezuelaner. Mit mehreren Traumtoren dürfte er sich in viele Jahresrückblicke eingebrannt haben und für uns ist er mit Abstand der beste Freistoßschütze der Liga. Es macht einfach Spaß, ihm zuzuschauen und das wollen wir mit seiner Nominierung aussagen.

Alexander Meier (Eintracht Frankfurt):

Eintracht Frankfurt spielte die beste Hinrunde seit 20 Jahren und das, obwohl man als Aufsteiger eigentlich kleine Brötchen backen wollte. Ein Hauptgarant ist „Alex“ Meier. Mit elf Toren als Mittelfeldspieler ist er maßgeblich am Erfolg beteiligt. Auffallend ist beim mittlerweile fast 30-jährigen gebürtigen Hamburger, dass erst im vermeintlich reifen Alter der Knoten richtig platzte.

Weitere Tops in der Kategorie Spieler ohne weitere Begründung, sozusagen im weiteren Kreis:

Franck Ribery (FC Bayern)

Gonzalo Castro (Bayer Leverkusen)

Adam Szalai (FSV Mainz 05)

Vedad Ibisevic (VfB Stuttgart)

Mario Götze (Borussia Dortmund)

Kategorie Torhüter:

Rene Adler (Hamburger SV):

In Leverkusen hatte man wohl genug von den dauernden Verletzungsproblemen des damaligen Ex-Nationalkeepers und so schnappte der HSV dankbar zu. Der 27-Jährige zahlte es dem HSV zurück. Gerade am Anfang der Saison, als es beim BL-Dino nicht lief, war der 10-fache Nationalspieler immer zur Stelle und sicherte ganz wichtige Punkte. Belohnt wurde Adler dann im November, als Jogi Löw ihn erstmals nach zwei Jahren wieder in seine Auswahl berief und 2013 sollte er sich dort wieder dauerhaft wiederfinden.

Fabian Giefer (Fortuna Düsseldorf):

Nicht wenige Leverkusener Verantwortliche dürften neben dem Blick nach Hamburg auch einen neidischen Blick rheinabwärts nach Düsseldorf gewagt haben. Dort spielte sich auch der zweite Ex-Bayer-Keeper in die Herzen der Fans und ins Blickfeld der Liga. Während man ihn in der Farbenstadt nicht die Nummer-1-Stelle zutraute und stattdessen (für uns fragwürdig) lieber acht Millionen nach Stuttgart für Bernd Leno überwies, traute Norbert Meier ihm mehr zu. Giefer ging im engen Rennen mit Ösi-Auswahlspieler Robert Almer als Sieger hervor und dürfte seinen Platz im Fortuna-Team so schnell wohl nicht wieder hergeben. Für viele waren die Rheinländer Abstiegskandidat Nummer 1, aber gerade Giefer verlieh der Abwehr die nötige Stabilität.

Weitere Tops:

Sven Ulreich (VfB Stuttgart)

 Roman Weidenfeller (Borussia Dortmund)

Kategorie Trainer:

Armin Veh (Eintracht Frankfurt):

Frankfurts Trainer Armin Veh ist für uns ein absoluter Top der Vorrunde. Einen Aufsteiger auf Platz 4 in der Zwischenabrechnung zu bringen, ist schon sehr hoch zu bewerten, aber Veh erwies sich nebenbei noch als der Top-Einkäufer der Liga. Zusammen mit Manager Bruno Hübner schaffte er es, sieben Neuzugänge sofort in die Stammelf zu integrieren und dazu spielt die Eintracht mit den offensivsten Fußball der Liga, was auch die Fans sehr erfreuen dürfte. Abseits des Platzes ist Veh schon immer ein sehr unterhaltsamer, aber auch meinungsstarker Gesprächspartner und das Komplettpaket macht ihn für uns zum einem Trainer-Top.

Christian Streich (SC Freiburg):

Vor einem Jahr übernahm Christian Streich das Himmelfahrtskommando SC Freiburg. Niemand (vielleicht nicht mal er selbst) glaubte damals an den Klassenerhalt. Durch eine Neustrukturierung des Kaders und neuen taktischen Vorgaben schaffte Streich schon in der Rückrunde das Wunder mit dem Klassenerhalt. In dieser Hinrunde brachte er sein Team sogar auf einen Europa-League-Platz. Von Jupp Heynckes ergatterte er dazu ein besonderes Lob. Der Bayern-Trainer bezeichnete Streich als den besten Mann der Breisgauer. Abseits des Platzes ist der ehemalige Profi (absolvierte 10 BL-Spiele für den FC Homburg) auch immer eine Bereicherung. Für uns war beispielsweise sein Auftritt bei Sky90 ein absoluter Höhepunkt. Wie auch Veh nimmt sich Streich selbst nicht zu wichtig, macht einfach sein Ding und kommt dabei sehr sympathisch rüber. Wir denken, dass er seinen Erfolgsweg noch weiter fortsetzen wird. Sicherlich dürften auch schon große Vereine den Namen im Notizblock haben. Dann wird Streich beweisen müssen, ob er auch abseits des Biotops Freiburg Erfolg haben kann. Wir trauen es ihm zu.

Weitere Tops:

Thomas Tuchel (FSV Mainz 05)

Jupp Heynckes (FC Bayern)

Sascha Lewandowski / Sami Hyypiä (Bayer Leverkusen)

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