Tops der Hinrunde, Teil 1

Kickwelt TopDiesmal beschäftigen wir uns mit den Tops und Flops der gesamten Hinrunde. Wir wollen da aus Objektivitätsgründen nicht nur einen Spieler pro Verein herausgreifen wie viele andere Medien aktuell, lassen dabei aber trotzdem auch eine gewisse Prise Subjektivität walten. Nicht immer war die Leistung nur auf dem Platz Grund für die jeweilige Erwähnung, diese Woche gibt es den ersten Teil mit den Teams, die auf den Plätzen 1-9 überwintern:

FC Bayern:

Bei dem verdienten und am Ende doch wieder souveränen Herbstmeister sollte es natürlich die meisten Tops geben. Wir picken uns ein paar davon heraus:

Jupp Heynckes, weil es ihm endgültig gelang, den „Haufen“ wieder in die Spur zu bekommen, ohne gleich die komplette Mannschaft umzukrempeln.

Mario Gomez, weil seine Torquote einzigartig ist und weil er damit erneut vielen Kritikern die Munition genommen hat, denn keiner ist aktuell so unersetzlich wie der „Torero“.

Toni Kroos, weil er (auch dank Jupp Heynckes) jetzt auch in München das zeigen (darf), was er wirklich kann und das ist eine ganze Menge.

Manuel Neuer, weil er sich trotz einiger Anfeindungen nie aus der Ruhe bringen ließ und bis auf den Fehler im ersten Spiel gegen Gladbach praktisch fehlerfrei blieb.

Bastian Schweinsteiger, weil er endgültig zum Chef auf dem Platz aufgestiegen ist.

Borussia Dortmund:

Der Meister überwintert auf dem zweiten Platz, was auch in Dortmund jeder als Erfolg feiern dürfte. Unsere Tops beim BVB sind bisher:

Robert Lewandowski, weil er zwar nur wegen Barrios‘ Verletzung ins Team kam, seine Sache aber mittlerweile so gut macht, dass keine Diskussion an seinem Status als Stürmer Nummer 1 besteht.

Sven Bender, weil er den Platz als Chef im Mittelfeld übernommen hat und einer der absoluten Leistungsträger war bis zu seiner Verletzung.

Mario Götze, weil er trotz seines Alters mittlerweile sehr konstant spielt und weiter an seiner großen Zukunft bastelt.

Mats Hummels, weil er erneut einer der Top-3-Abwehrspieler der Liga war und auch auf dem Weg ist, sich den Stammplatz in der Nationalmannschaft zu erobern.

Schalke 04:

Schalkes Platz 3 am Ende der Hinrunde dürfte in Vereinskreisen als großer Erfolg angesehen werden. Dazu überwintert man auch fast mühelos in der Europa League. Unsere Tops sind:

Klaas-Jan Huntelaar, weil er endlich zeigt, was er kann und neben Gomez der treffsicherste Stürmer der Liga ist.

Joel Matip, weil er bisher eine sehr solide Runde spielte und sich etwas erarbeitete, wovon einige Andere nur träumen können: einen Stammplatz in der Abwehr.

Raul, weil er nicht nur seine Leistung auf dem Platz bringt, sondern weil er ein absoluter Sympathieträger ist.

Borussia Mönchengladbach:

Wir von Kickwelt hatten die „Elf vom Niederrhein“ schon vor der Saison auf der Rechnung als Kandidat für die ersten sechs Plätze und das Team hat uns eindrucksvoll bestätigt. Es gibt viele Tops, wir picken uns fünf heraus:

Marco Reus, weil er in unseren Augen DER Spieler der Hinrunde der gesamten Bundesliga ist.

Dante, weil er zeigt, dass man als brasilianischer Innenverteidiger auch mit soliden Mitteln Spitzenleistungen erreichen kann. Dante spielt kompromiss- und schnörkellos und ist für uns einer der Top-3-Verteidiger der Liga.

Marc-Andre ter Stegen und Patrick Herrmann, weil gerade die beiden zeigen, dass es auch in der zweiten Reihe der Fohlen noch gute Spieler gibt. Beide schafften in diesem Jahr den Durchbruch und Namen wie Lukas Rupp oder Matthias Zimmermann stehen direkt dahinter. Ter Stegen dürfte auch kurz davor stehen, in die Nationalelf berufen zu werden.

Mike Hanke, weil kaum ein Stürmer mannschaftsdienlicher spielt als der Ex-Nationalspieler. Trotz Torflaute blieb er dabei immer unumstritten und am Ende wurde er mit Toren belohnt.

Lucien Favre, weil der Trainer der Baumeister des Erfolgs ist. Innerhalb eines knappen Jahres formte er aus einem Abstiegskandidaten ein Spitzenteam. Ein Teil des Lobs gebührt aber auch Sportdirektor Max Eberl, der zusammen mit Ex-Trainer Michael Frontzeck im letzten Winter mit den Neuzugängen Hanke, Nordtveid und Stranzl die Wende einleitete.

Werder Bremen:

Platz 5 war am Ende der Hinrunde viel mehr, als die meisten Experten dem SV Werder zugetraut haben, dadurch ergeben sich aus unserer Sicht diese Tops:

Claudio Pizarro, weil er einmal mehr bewies, dass ohne ihn fast gar nix geht. Er war nicht nur einer der besten Torschützen, sondern mit sieben Assists auch einer der Top-Vorlagengeber der Liga und er ist einfach DIE Persönlichkeit auf dem Platz bei den Hansestädtern.

Thomas Schaaf, weil er von vielen schon abgeschrieben wurde und erneut die Kurve bekam. Zusammen mit Klaus Allofs bilden die beiden ein Tandem, das so wohl einzigartig in der Liga ist, alleine schon wegen der langen Zusammenarbeit.

Naldo, weil er sich trotz schlimmer Verletzung wieder zurück gekämpft hat und wieder ein absoluter Leistungsträger ist.

Bayer Leverkusen:

Am Ende reicht es noch für Platz 6, was aber den Verantwortlichen unter dem Bayer-Kreuz dennoch zu wenig sein dürfte. Aber es sind dennoch einige Tops zu erkennen:

Eren Derdiyok, weil der Schweizer sich durch ebenso wichtige wie schöne Tore zumindest aktuell im Ein-Mann-Sturm gegen Stefan Kießling durchgesetzt hat.

Lars Bender, weil nicht Ballack oder Rolfes die „Chefs“ im Mittelfeld sind, sondern eben Bender, der genau wie sein Bruder deswegen ein Top der Vorrunde ist. 17 Spiele von Beginn an im quantitativ und qualitativ stark besetztem Mittelfeld der Rheinländer sind schon eine Hausmarke.

Bernd Leno, weil er den Sprung von der 3. Liga in die Bundesliga bzw. Champions League fast ohne Probleme meisterte. Wir sind beeindruckt davon, denken aber trotzdem, dass der VfB Stuttgart ein sehr gutes Geschäft gemacht hat bei dieser hohen Ablösesumme, denn den ganz großen Leistungsnachweis muss auch der 18-jährige Leno noch erbringen.

Hannover 96

Vom Tabellenplatz gab es einen kleinen Rückschritt zur letzten Saison, aber Hannover 96 spielte erneut eine sehr souveräne Vorrunde. Unsere Tops dabei waren:

Mohammed Abdellaoue, weil der Norweger einige ganz wichtige Tore schoss und Didier Ya Konan als Sturmführer abgelöst hat.

Jan Schlaudraff, weil der einstige „Problem-Profi“ wieder eine sehr starke Halbrunde spielte und nicht mehr aus dem Team wegzudenken ist.

Christian Pander, weil dem Ex-Schalker der Wechsel richtig gut tat. Slomka hatte ihn schon zu Schalker Zeiten gefördert und der Ex-Nationalspieler zeigte, dass er, wenn er von Verletzungen verschont bleibt, ein überdurchschnittlicher BL-Profi ist.

Mirko Slomka, weil er es bisher schaffte, im Gegensatz zu anderen Überraschungsteams der letzten Saison die Meßlatte hoch zu halten und durch seine ruhige und sympathische Art weiter Sympathien in der Liga gewonnen hat.

Markus Miller, weil er es schafft, seine psychischen Probleme offen anzusprechen und nach erfolgreicher Behandlung die Rückkehr in den Kader schaffte und er damit vielen Mut gemacht haben dürfte.

VfB Stuttgart:

Platz 8 ist sicherlich im Rahmen dessen, was man sich in Stuttgart erwartet haben dürfte, allerdings wäre mit ein bisschen mehr Glück und teilweise auch Verstand auch noch mehr drin gewesen. Tops im Schwabenland waren für uns:

Sven Ulreich, weil er schon nach starker letzter Rückrunde unumstritten im Stuttgarter Tor sein dürfte. Ulreich hat sich sehr gut entwickelt und Platz 2 in der Kickwelt-Torwartstatistik ist ein Beweis dafür, dass Jens Lehmann recht hatte, als er nach seinem Abgang dem VfB empfahl, voll auf die Karte Ulreich zu setzen. Auch wir waren zunächst skeptisch, aber Ulreich hat das schon überwunden, was vielen anderen jungen Keepern noch bevorsteht, nämlich ein Leistungsloch und genau das macht ihn jetzt auch stark.

William Kvist, weil der Däne als Neuzugang direkt zum Chef auf dem Platz wurde. Obwohl er aus der eher schwach einzuschätzenden Liga kam, half ihm dabei wohl auch seine CL-Erfahrung aus dem letzten Jahr. Dazu besitzt er etwas, was man nicht trainieren kann: eine natürliche Autorität, die dazu führt, dass das Team ihn als Leader akzeptiert.

Khalid Boulahrouz, weil der Holländer es geschafft hat, sich zurück ins Team zu kämpfen und trotz seines hohen Gehalts auch über die Saison hinaus wieder in den Planungen von Trainer Labbadia eine Rolle spielen dürfte.

Bruno Labbadia, weil er es endlich einmal zu schaffen scheint, über einen längeren Zeitraum Erfolg bei einem Verein zu haben. Die kommende Rückrunde wird auch für ihn sehr wichtig, da er dann sein Image endgültig ablegen könnte.

1899 Hoffenheim:

Die Kraichgauer überwintern auf Platz 9, obwohl es gefühlt nach den Leistungen eher Platz 14 sein dürfte. Uns fielen aber trotzdem noch Tops auf:

Holger Stanislawski, weil er zwar nicht den Erfolg hatte, den er sich vorgestellt hat, aber nach wie vor seiner Linie treu geblieben ist und außerdem sympathisch ist wie kein Zweiter und wohl trotzdem oder gerade deswegen beim falschen Verein angeheuert hat.

Fabian Johnson, weil der Ex-Löwe als Linksverteidiger immerhin auf sieben Assists kommt und als Linksverteidiger mittlerweile eine Bank ist.

Sejad Salihovic, weil der Bosnier seine alte Freistoß-Stärke wiederentdeckt hat und wieder ganz wichtig für’s Team ist. Allerdings soll auch seine absolut unnötige und unsportliche Einlage bei Raffaels roter Karte am 17. Spieltag nicht unerwähnt bleiben.

Teil 2 gibt es direkt hier.

GD Star Rating
loading...

Keine Kommentare

  1. DENK-anstößler

    Sehr gute Idee die Top-Leute der einzelnen Vereine aufzulisten.
    Für mich hat ohne Zweifel Gladbach für die größte Überraschung der
    Hinrunde gesorgt! Wer vor der Saison gesagt hätte, daß sie unter den Top-Teams der Liga sein würde den hätte ich für verrückt erklärt.
    Das ist eben das schöne am Fussball, es gibt immer Überraschungen!
    Ganz klar ist Favre der Mann der Halbsaison, die Arbeit in Gladbach zeigt
    was für ein genialer Trainer er ist. Hertha wird sich in den H…. beißen so einen Fachmann entlassen zu haben! Natürlich sind Reus, Arango und Dante
    die Leistungsträger des Fachmanns!

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.Benötigte Felder sind markiert *

*