Winter-Wechsel-Tops

Kickwelt TopDiese Woche möchten wir eine Einschätzung zu den Wintertransfers geben und diese aus unserer Sicht in gute und schlechte Transfers einordnen. Dabei haben wir vier BL-Vereine gefunden, deren Management im Winter gute Arbeit gemacht hat und vier Vereine mit einer eher fragwürdigen Transferpolitik. Diese Vereine sind nicht nach Wertigkeit geordnet, sondern nach dem derzeitigen Tabellenplatz.

Schalke 04:

Schalke hielt sich im Winter zwar auf dem Transfermarkt zurück, aber der einzige Neuzugang Chinedu Obasi, der von Hoffenheim kam, ist sicherlich ein guter Griff und eine Leihe mit Kaufoption ist ein vernünftiger Weg. Im Gegenzug wurde Jan Moravek nach Augsburg verliehen, um Spielpraxis zu sammeln. Sehr wichtig dürfte es Horst Heldt auch gewesen sein, endlich das Problem Albert Streit loszuwerden, der in Aachen einen Neuanfang wagt. Unter dem Strich hat Schalke in unseren Augen im Winter klug gehandelt.

Werder Bremen:

Klaus Allofs holte erneut zwei vielversprechende Alpen-Kicker: der „Ösi“ Zlatko Juzunovic und der Schweizer Francois Affolter. Der aus Serbien stammende Juzunovic war Fußballer des Jahres 2010 in Österreich und Affolter Ruf in der Schweiz ist ausgezeichnet, auch wenn er zuletzt nicht immer spielte. Beide müssen zwar schon kurzfristig helfen, sind aber auf jeden Fall auch Investitionen in die Zukunft an der Weser.

VfB Stuttgart:

Bei den Schwaben hat man im Winter einen sehr guten Tausch gemacht. Der Russe Pavel Progrebnyak, der sich nie durchsetzen konnte wurde nach England abgegeben und dafür kam Vedad Ibisevic aus Hoffenheim, dem eine Wechsel sicherlich gut tun dürfte. Wir sind überzeugt, dass der Bosnier für den VfB noch ein sehr wichtiger Spieler werden kann.

1. FC Kaiserslauten

Auch in der Pfalz hat man im Winter einiges getan, was Hoffnung auf eine bessere Rückrunde machen sollte. In der Innenverteidigung gelang es mit Anthar Yahia einen erfahrenen ehemaligen BL-Spieler zurück aus der Wüste zu holen. Der Algerier spielte schon zu Kuntz Zeiten in Bochum beim Revierclub und dürfte eine Verstärkung sein. Dazu kommt zwar kein Neuzugang, aber mit Jan Simunek ein Mann, der aufgrund von Verletzungen de facto auch als ein solcher zu sehen ist. In den ersten beiden Spielen zeigte er, dass er der neue Chef im Defensiv-Verbund der roten Teufel ist.

Die Last-Minute-Verpflichtung des Polen Ariel Borysiuk wird sich sicherlich auch als gelungener Coup auswirken in unseren Augen. Die 1,5 Millionen Ablöse für den „Sechser“ sollten auch dafür sorgen, dass Kapitän Christian Tiffert im Mittelfeld entlastet wird und sich wieder mehr der „Kreativität“ widmen kann.

Auf im Angriff holte man mit dem Polen Jakub Swierczok, Sandro Wagner und Nicolai Jörgensen drei vielversprechende junge Stürmer. Sollte sich nur einer der drei durchsetzen, ist auch die bisherige Schwachstelle des Kurz-Teams aufgewertet.

Insgesamt ist Kaiserslautern für uns das Team, dass im Winter als der „Sieger“ auf dem Transfermarkt gekürt werden könnte, im Rahmen ihrer Verhältnisse. Einzig der Abgang von Ex-Kapitän Martin Amedick macht in unseren Augen wenig Sinn. Zwar hat man auch jetzt vier nominelle Innenverteidiger, von denen Amedick sicherlich nicht der schlechteste war, aber Coach Kurz scheint neben Yahia und Simunek auch weiterhin viel vom Brasilianer Rodnei zu halten, der in der Vorrunde allerdings oft patzte.

Sonstiges

Zum Schluss möchten wir noch zwei „schöne“ Transfers erwähnen, die sicherlich auch gut für die jeweiligen Teams sein dürften:

-Hanno Balitsch: der 1. FC Nürnberg holte mit dem bei Bayer aussortierten Allrounder einen Mann, der vielleicht auch aus Erfahrungsgründen sehr wertvoll für das junge Club-Team sein dürfte.

-Vedran Corluka: Bayer Leverkusen gelang mit der Verpflichtung des Kroaten sicherlich der spektakulärste Coup neben Ibisevic beim VfB Stuttgart. Der 52-fache Nationalspieler dürfte der rechten Außenbahn der Rheinländer sicherlich neue Klasse geben und da auch hier eine Kaufoption besteht, kann man damit eigentlich nichts falsch machen.

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