Winter-Wechselbörse Bundesliga

Kickwelt TopSeit Montag geht nichts mehr in Sachen Transfers und anders als in den anderen Top-Ligen Europas haben viele Bundesliga-Vereine noch einmal kräftig nachgelegt. Natürlich wird auch die kickwelt-Redaktion genau beobachten, welche Einkäufe wirklich einschlagen und nicht nur purer Aktionismus sind, doch erst einmal freuen wir uns auf die vielen neuen Spieler.

Die Winterpause war diese Saison sowieso schon sehr kurz, aber durch die vielen prominenten Wechsel wurde die Wartezeit für die Fans diesmal noch kürzer. Denn ständig gab es Gerüchte, von denen sich am Ende auch viele bewahrheiteten. Nur vier Vereine verzichteten auf Winterneuzugänge, der Rest mistete den eigenen Kader teilweise radikal aus und es wurden auch fleißig Spieler getauscht.
Vereine wie Nürnberg und Hertha machten schon zu Beginn der Wechselperiode „Nägel mit Köpfen“, während Spätstarter wie Mainz oder Hannover am Ende noch einmal kräftig nachlegten. Den Vogel schoss allerdings Schalke 04 ab, Manager und Trainer Magath holte neben Rückkehrer Ze Roberto gleich acht neue Spieler!
Der prominenteste Neuzugang ist sicherlich Ruud van Nistelrooy beim Hamburger SV. Dabei ist es fast zweitrangig, dass er zuletzt kaum Spielpraxis hatte und es einige Fragezeichen wegen seiner Fitness gibt. Wichtig ist, dass nach Robben im Sommer ein weiterer absoluter Weltstar in der Bundesliga gelandet ist. Das Risiko für den HSV hält sich dabei in Grenzen. Das kolportierte Gehalt in Höhe von zwei Millionen ist tragbar, da es eine Option auf eine Weiterverpflichtung gibt und keine Ablöse fällig wurde.

Aber auch viele andere Namen geben den jeweiligen Vereinen großen Grund zur Hoffnung, dass man in der Rückrunde gestärkt nach vorne schauen kann: Lewis Holtby, Halil Altintop, Cristian Molinaro oder Zoran Tosic, um nur einmal vier Beispiele zu geben, sind auf jeden Fall in ihren neuen Teams absolute Hoffnungsträger.
Sehr zufrieden mit der eigenen Einkaufstour dürften auch die Fans von Mainz 05 sein. Mit Malik Fathi ist ein ehemaliger Herthaner zurück in der Bundesliga und mit dem Slowaken Radoslav Zabavnik wurde in Tschetschenien ein idealer Mann gefunden, der die Mainzer Schwachstelle auf der Außenbahn beheben soll. Dazu kommt mit Jan Simak einer der begnadesten Spieler der letzten Jahre in der Bundesliga, der leider oft am Druck scheiterte. In Mainz sollte wie bei seinen Erfolgsstationen in Hannover und Jena endlich wieder ein Umfeld vorhanden sein, bei dem der Tscheche aufblühen könnte.
Fakt ist: gerade an diesem Wochenende werden sich einige Stadionbesucher an neue Namen gewöhnen müssen, denn die Anzahl der Wechsel erinnerte teilweise an eine Sommerpause. Nicht alle Transfers werden einschlagen, aber immerhin sorgen die meisten Wechsel für Gesprächsstoff und was kann es Schöneres geben als frischen Wind und frisches Blut.

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