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Erling Haaland stellt Neymar und Co. in den Schatten

Es war wieder einmal so eine Fußballnacht, nach der sich die Gelb-Schwarze-Fußballseele so verzehrte. Nach zuletzt eher durchwachsenen Jahren konnte der BVB endlich wieder zeigen, zu was er mit den heimischen Fans im Rücken fähig ist. Zu verdanken war das im Besonderen den beiden Neuzugängen, die in der Wintertransferperiode zum Kader der Borussia stießen – Erling Haaland und Emre Can.

Seit Wochen und Monaten diskutierte man wieder einmal über die Mentalität der Dortmunder. Diese hochveranlagten Spieler erlaubten sich immer wieder haarsträubende Nachlässigkeiten. So verloren die Mannen von Lucien Favre nicht nur nach einem Spiel zum Vergessen im DFB-Pokal gegen Werder Bremen mit 2:3, sondern kurz darauf in einem wilden Schlagabtausch kurz vor Schluss auch noch das Spiel gegen Bayer Leverkusen mit 3:4.


Nach der letzten Niederlage war es gerade Emre Can, der seine Kollegen aufforderte, auch einmal „dreckiger“ zu spielen, um das eigene Tor zu beschützen. Scheinbar zeigte dies Wirkung. Und so absolvierte der BVB sein Ligaspiel gegen die SGE Frankfurt mit 4:0 und schaffte es damit zurück in die Spur, kurz vor dem Wiedersehen mit Ex-Trainer Thomas Tuchel.

Dennoch war der Zweifel groß, ob sich eine Sportwette auf den BVB bei William Hill rentieren würde. Schließlich zeigte die Mannschaft schon zu oft ihr zweites, fahrig und ungenaues, Gesicht. Heute weiß man, es hätte sich durchaus gelohnt, einen Blick auf die Quoten zu werfen. Diese standen gar nicht so schlecht, schließlich kam Tuchel mit seinem PSG in der Königsklasse zurück an die alte Wirkungsstätte nach Dortmund – im Schlepptau die Superstars Kylian Mbappé und natürlich, Neymar.

Doch was der BVB von der ersten Minute weg zeigte, war altbekannter Offensivfußball gepaart mit einer konzentrierten und unbeirrten Klarheit in der Abwehr. Nach dem Spiel sollte Haaland bei DAZN sagen, „dass für diese Momente Fußball gespielt wird“. Zu Beginn konnte er noch nicht wissen, dass sich wieder einmal eine Geschichte entwickelte, die nur der Fußball schreiben kann.

Lucien Favre setzte, wie bereits zuletzt gegen Frankfurt schon, auf das 3-4-3 System, das gegen den Ball zur Fünferkette wurde. Die Schwarz-Gelben Akteure auf dem Platz folgten den mannschaftstaktischen Vorgaben diszipliniert und macht die Räume eng. Weder Mbappé noch Neymar, dem ständig Emre Can auf den Füßen stand, konnten sich entfalten. Auch der in der Liga so aufspielende Ángel Di María kam kaum zur Geltung.

Der BVB hingegen spielte gefällig nach vorne – verpasste einzig die Chance, den Spielwitz auch in zählbares umzumünzen. Und so ging es mit 7:2 Torschüsse in die Pause. Die Superstars Neymar und Mbappé hatten genau einen Schuss auf das Tor in den ersten 45 Minuten. Neymar aus einem Freistoß heraus und Kylian Mbappe aus spitzem Winkel direkt auf Bürki.

Auch in der zweiten Halbzeit änderte sich erst einmal nicht viel. Beide Mannschaften gingen nicht volles Risiko. Dennoch hatte PSG in Form von Mbappé, nach rund einer Stunde, zwei gute Chancen. Anschließend zog die Partie noch einmal an. Denn den nächsten Angriff führte über Haarland ins Ziel. Mit der Fußspitze kickte dieser den Ball kurz vor Torhüter Navas über die Linie. Doch nur zwei Zeigerumdrehungen später setzte sich Mbappé auf der linken Seite stark gegen drei Verteidiger durch, steckte den Ball quer zu Neymar, der nur noch den Fuß hinhalten musste. Doch während das Team von Thomas Tuchel den Ausgleich noch zu feiern schien, spielte der gerade erst eingewechselte Reyna den Ball perfekt in den Lauf von Haaland, der an diesem Abend so wuchtig wie unhaltbar den Ball ein zweites Mal hinter Keylor Navas versenkte.

Während die Stars des Hauptstadt-Clubs aus Frankreich mit gesenktem Haupt vom Rasen liefen, sprachen andere bereits von der „Naturgewalt“ Haaland. Dennoch war es im Besonderen ein Sieg der Defensivarbeit aller Spieler, die PSG nicht zur Entfaltung kommen ließen.

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