Die Frauen-Bundesliga (offiziell Google Pixel Frauen-Bundesliga seit 2023) ist die höchste deutsche Spielklasse im Frauenfußball. Kickwelt erhebt seit 2008 wöchentliche Statistiken — Tore, Vorlagen, Zweikampfquoten, Pass-Genauigkeit — und vergleicht sie mit den Männer-Werten. Vieles sieht zunächst ähnlich aus, ein paar Kennzahlen unterscheiden sich aber systematisch.
Format der Frauen-Bundesliga

- 12 Vereine (vs. 18 in der Männer-Bundesliga)
- 22 Spieltage pro Saison (Hin- und Rückrunde)
- Top 2 qualifizieren sich für die UEFA Women’s Champions League
- Letzter Platz steigt direkt in die 2. Frauen-Bundesliga ab; Vorletzter spielt Relegation
Topvereine (Saison 2025/26)
Zwei Vereine teilen die Liga seit Jahren weitgehend unter sich auf:
- VfL Wolfsburg, sieben Meistertitel in den 2010ern, traditionsreichster Top-Klub
- FC Bayern München, seit Mitte der 2010er aufgestiegen, mehrfacher Meister
Daneben mischen Eintracht Frankfurt, Bayer 04 Leverkusen, TSG 1899 Hoffenheim und SC Freiburg im oberen Mittelfeld mit. Aufsteiger und Außenseiter wie 1. FC Köln oder Werder Bremen kämpfen meistens um den Klassenerhalt.
Statistische Eigenheiten der Frauen-Bundesliga
1. Höhere Zweikampfquoten
Die durchschnittliche Zweikampfquote in der Frauen-Bundesliga liegt 3-4 Prozentpunkte über der Männer-Bundesliga (etwa 53-57 % vs. 50-54 %). Hauptgründe:
- Weniger Ballhalt-Phasen — schnellere Übergänge führen zu mehr direkten Duellen
- Weniger Pressing-Vermeidungs-Pässe — körperliche Auseinandersetzung wird häufiger gesucht
- Kompaktere effektive Spielfelder durch geringere physische Reichweite — Distanzen sind kleiner, Duelle dichter
2. Niedrigere Schussfrequenz
Pro Spiel werden in der Frauen-Bundesliga durchschnittlich 22-26 Schüsse abgegeben (Männer-Bundesliga: 26-30). Der Tor-Schnitt pro Spiel liegt bei 3,1 (Männer: 3,2), die Conversion-Rate ist also etwas höher.
3. Pass-Profil
Frauen-Bundesliga-Teams spielen pro Spiel etwa 380-440 Pässe (Männer: 480-530). Die Pass-Genauigkeit liegt durchschnittlich 1-2 Prozentpunkte unter den Männer-Werten — was zum höheren Druck-Anteil und den schnelleren Übergängen passt.
Topspielerinnen 2025/26
Schlüsselspielerinnen, die in unseren wöchentlichen Bewertungen regelmäßig hohe Werte erreichen:
- Lea Schüller (FC Bayern, Stürmerin) — Abschlussstärke, Kopfball-Quote
- Klara Bühl (FC Bayern, Außen) — Pass-Volumen, xA-Werte
- Lina Magull (Inter Mailand, ex-Bayern) — Box-zu-Box-Aktivität (international)
- Alexandra Popp (VfL Wolfsburg, Stürmerin) — Erfahrungs-Bonus, Kopfbälle
- Giulia Gwinn (FC Bayern, Verteidigerin) — Zweikampf-Topwerte für Außenverteidigerinnen
- Selina Cerci (TSG Hoffenheim, Stürmerin) — junge Aufsteigerin, hohe Tor-Quote
- Dina Orschmann (Turbine Potsdam) — siehe Turbine-Potsdam-Profil
Methodik
Wir wenden die identischen Kennzahl-Cluster an wie für die Männer-Bundesliga:
- Zweikampfquote, positionsadjustiert
- Passquote, nach Risiko-Stufe (sicher / mittel / Risiko)
- xG (expected goals), basiert auf Schuss-Position und Winkel
- Defensive Aktionen pro 90 Minuten — Tackles, Interceptions, geblockte Schüsse
- Sprintdistanz pro Spiel und Saisondurchschnitt
Einzige Anpassung: separate positionsbedingte Schwellen-Werte statt Übernahme aus der Männer-Bundesliga, weil die Spiel-Profile sich systematisch unterscheiden.
Wo die Frauen-Bundesliga international steht
In der UEFA-Fünfjahres-Wertung lag Deutschland 2024/25 hinter England (Women’s Super League) und Spanien (Liga F), aber vor Frankreich und Italien. Bayer und Wolfsburg erreichen regelmäßig die UWCL-K.O.-Phase; Halbfinal-Einzüge gab es mehrfach.

Häufige Fragen
Wer ist die Rekordtorschützin der Frauen-Bundesliga? Inka Grings hält den Allzeit-Rekord mit 215 Toren in der Bundesliga. Aktuell aktive Top-Torschützinnen: Lea Schüller, Alexandra Popp, Selina Cerci.
Wie ist die Zweikampfquote in der Frauen-Bundesliga im Vergleich? Im Schnitt 3-4 Prozentpunkte höher als in der Männer-Bundesliga (etwa 53-57 % vs. 50-54 %), bei kleinerem Volumen pro Spiel.
Welche Vereine dominieren die Frauen-Bundesliga aktuell? FC Bayern München und VfL Wolfsburg teilen sich die Meisterschaften der letzten 10 Jahre fast komplett auf. Eintracht Frankfurt und Bayer Leverkusen haben sich als Verfolger etabliert.
Wo kann ich die Frauen-Bundesliga streamen? Alle Spiele live auf DAZN (24,99 €/Monat). Highlights und einzelne Spiele auch in der ARD-Sportschau und auf MagentaSport. Sport1 zeigt gelegentlich Topspiele im Free-TV.
Wer ist die wertvollste Spielerin der Frauen-Bundesliga? Marktwerte für Frauen-Profis sind deutlich niedriger als bei Männern. 2025 lagen Lea Schüller, Klara Bühl und Giulia Gwinn an der Spitze (alle FC Bayern), mit Marktwerten zwischen 400.000 € und 600.000 € laut Transfermarkt.
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