Das Kickwelt-Spielerrating bewertet jeden eingesetzten Bundesliga-Profi auf einer Skala von 1,0 (überragend) bis 6,0 (katastrophal) — angelehnt an das deutsche Schulnotensystem, aber datenbasiert hergeleitet. Die Methodik wird seit der Saison 2007/08 angewendet und in den Foren von Transfermarkt regelmäßig zitiert.
Die 14 Eingangsgrößen
Pro Spieler werden 14 Rohwerte erhoben, gewichtet und positionsadjustiert:
Offensiv (für Stürmer und offensive Mittelfeldspieler)
- Tore (gewichtet nach Spielsituation)
- Vorlagen
- Schüsse aufs Tor
- Erwartete Tore (xG)
- Erwartete Vorlagen (xA)
- Strafraum-Aktionen
Mittelfeld
- Passgenauigkeit (% angekommen)
- Schlüsselpässe
- Zweikampfquote (% gewonnen)
- Distanz mit Ball
Defensiv (für Verteidiger und defensive Mittelfeldspieler)
- Ballgewinne
- Geblockte Schüsse
- Kopfballduell-Quote
- Klärungsaktionen
Positionsadjustierung
Ein Innenverteidiger mit 6 Klärungsaktionen ist nicht direkt mit einem Stürmer mit 6 Schüssen vergleichbar. Wir gewichten jede Kennzahl nach Position: Verteidiger werden zu 60 % defensiv und 40 % spielaufbauend bewertet, Stürmer umgekehrt zu 70 % offensiv. Mittelfeldspieler erhalten je nach Rolle eine 50/50- oder 60/40-Gewichtung.
Wo wir uns von kicker, WhoScored, Sofascore unterscheiden
- kicker: redaktionelle Note, basiert auf Augenschein des Reporters. Schwankt stark je nach Beobachter.
- WhoScored: rein algorithmisch, gewichtet aber alle Spielminuten gleich — ein 90.-Minute-Tor nach 89 Minuten Funkstille zählt voll.
- Sofascore: ähnlich algorithmisch, mit Live-Updates während des Spiels.
- Kickwelt: positionsadjustiert + spielsituationsgewichtet (Tor in der 88. wiegt mehr als in der 18.) + nachträglich kalibriert gegen den Ausgang der Partie.
Was die Zahlen NICHT abbilden
- Taktische Disziplin außerhalb des Ballbesitzes (Pressing-Verhalten ohne Statistikspur)
- Führungsqualitäten und Mannschafts-Kommunikation
- Trainerische Spielanlage (ein Stürmer, dem keine Bälle zugespielt werden, kann nicht glänzen)
Wir veröffentlichen die Ratings spätestens 18 Stunden nach Spielende — und zwar für alle eingesetzten Spieler, nicht nur die Stars.