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Sieht den VAR als große Hilfe: Lutz Michael Fröhlich

Fröhlich weist Kritik zurück: “Das VAR-System hilft enorm”

Frankfurt/Main – Schiedsrichter-Chef Lutz Michael Fröhlich (63) hat die jüngste Kritik am Video-Assistenten in der Fußball-Bundesliga zurückgewiesen. “Statistisch werden 98 Prozent der klaren Fehlentscheidungen verhindert”, sagte der Sportliche Leiter der Elite-Referees beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) dem kicker: “Das VAR-System hilft also enorm.”

Fröhlich wirbt bei strittigen Situationen für Verständnis. Der Video-Assistent sei “nach wie vor ein Mensch, wie der Schiedsrichter auf dem Feld”, sagte er. Fehlerursachen seien “unterschiedliche Interpretationen” einer Szene, “Fokussierungsprobleme bei komplexen Situationen” oder “auch ganz menschlich, übertriebene Zurückhaltung”. Fröhlich räumte ein, dass man solche Fehler “nie vollständig ausschließen” könne.

Anschließend werde “erwartet, dass wir uns positionieren. Aber wenn wir Fehler ansprechen, stehen wir natürlich trotzdem hinter unseren Schiedsrichtern”, betonte Fröhlich. Es gehe darum, in gravierenden Fällen mit den betroffenen Klubs in den Dialog zu treten. “Es darf nicht sein, dass ein Klub dem Schiedsrichter einen Fehler beim nächsten Spiel noch vorhält”, sagte er. 

Aus seiner Sicht besteht durch die hohe Anzahl an Regeländerungen in den vergangenen Jahren zudem die Gefahr, dass bei Fans und Klubs das Verständnis verloren geht. “Der Fußball soll einfach sein, ein Sport für alle”, sagte Fröhlich. Es sei eine “ordentliche Herausforderung für alle, das immer wieder verständlich und nachvollziehbar zu erklären und zu etablieren”. (SID)

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One comment

  1. “Der Fußball soll einfach sein, ein Sport für alle”

    Darum weg mit dem ganzen Zirkus. Wenn ich das Gehampel nach jedem Tor mit minutenlangem Warten bis zu Torjubel, teilweise nach Millimeterentscheidungen, sehe oder die ständigen Diskussionen nach fast jeder kniffligen Strafraumszene. Wie falsch man da manchmal liegt, konnte man mal wieder im letzten Pokalspiel in Essen sehen. Dass alles sogar völlig unnötig. Dort hätte ein kurzer Blick auf die richtige Zeitlupeneinstellung genügt, um diesen spielentscheidenden Elfer zu verhindern. Statt dessen wird sogar differenziert, ob eine klare Fehlentscheidung des Schiedsrichters vorgelegen hat und praktisch allen Entscheidungsträgern quasi ein “Persilschein” für Fehler ausgestellt.
    Heraus kommen dabei Korruptionsvorwürfe von den Anhängern des benachteiligten Vereins, die letztlich sogar nachvollziehbar sind.

    Schafft das Abseitsspiel ab, findet eine nachvollziehbare Handspielreglung und konzentriert euch auf erkennbares Foulspiel, Schwalben, Schauspieleinlagen und andere grobe Unsportlichkeiten außerhalb des Blickfeld der Schiedsrichters.

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