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Erling Haaland erzielte den Siegtreffer für den BVB

Haaland erlöst BVB in der Nachspielzeit

Düsseldorf – Borussia Dortmund hat die Münchner Meisterfeier mit einem glücklichen Arbeitssieg zumindest um drei Tage verschoben. Der lange phlegmatische und enttäuschende BVB siegte bei Fortuna Düsseldorf am Samstag 1:0 (0:0) – dadurch kann der FC Bayern seinen achten Titel in Serie frühestens am Dienstag perfekt machen.

Dem eingewechselten Erling Haaland (90.+5) gelang kurz vor dem Abpfiff per Kopf noch das Tor, durch das sich die Schwarz-Gelben keine Sorgen mehr um die Champions-League-Qualifikation machen müssen. Die Fortuna schien lange auf Kurs Richtung eines Bonuspunktes im Abstiegskampf, hielt ihr kompaktes Verteidigen aber nicht durch. 

Der Vorsprung auf Werder Bremen auf dem Abstiegsplatz beträgt nur noch ein Tor. Ein Treffer von Raphael Guerreiro (66.) wurde zurückgepfiffen, weil dem Dortmunder Europameister der Ball gegen den Oberarm geprallt war. Der Düsseldorfer Steven Skrzybski (81. und 90.) traf zweimal den Pfosten.

Fortuna-Trainer Uwe Rösler leistete sich den Luxus, auf seinen 14-Tore-Stürmer Rouwen Hennings zu verzichten, den er zunächst auf der Bank ließ. Beim BVB fehlte Thomas Delaney, für den die Saison aufgrund einer Muskelverletzung möglicherweise bereits beendet ist. Top-Stürmer Erling Haaland war wieder fit, blieb aber anfangs noch draußen.

Der BVB ließ es gemächlich angehen und ließ die defensiven Düsseldorfer in ihren blütenweißen 125-Jahre-Sondertrikots laufen. Die Fortuna verlor trotz des großen Aufwandes selten die Ordnung, Konterversuche endeten jedoch meist mit Fehlpässen. Eine Düsseldorfer Ecke aber brachte dem BVB die erste Riesenchance ein: Achraf Hakimi lief in Begleitung des Haaland-Vertreters Thorgan Hazard von der Mittellinie aus auf Torhüter Florian Kastenmeier zu – er scheiterte ziemlich kläglich.   

Es blieb für lange Zeit die einzige Gelegenheit, obwohl die Dortmunder Überlegenheit drückender wurde. Der BVB schnürte die Fortuna ein, die durch ständige schnelle Ballverluste nach mühsamer Eroberung keine Entlastung mehr bekam. Ballbesitz der Gastgeber von mehr als zehn Sekunden war eine Seltenheit.

Allerdings fehlte Dortmund auch die entscheidende Szene vorne. Es war viel zu wenig Tempo im Offensivspiel, besonders in Relation dazu, was der BVB eigentlich zu entfachen in der Lage ist. Haaland und Hennings liefen sich im Sonnenschein nun zumindest warm – auf dem Platz blieb es nach der Pause extrem zäh: Jadon Sancho und Julian Brandt kamen gegen die beiden Fortuna-Ketten nicht durch.

Die Düsseldorfer trauten sich angesichts der Dortmunder Untätigkeit mehr zu, sie hatten plötzlich sogar mehr Ballbesitz und bewegten sich auf Augenhöhe. Dann kam Haaland für Axel Witsel, das Signal des BVB zum Angriff. Tatsächlich spielten die Schwarz-Gelben auf niedrigem Niveau schwungvoller, Guerreiro schien 60 Sekunden nach einer Düsseldorfer Großchance für Marcel Sobottka die Tür geöffnet zu haben. Doch Sascha Stegemann erkannte das Tor regelkonform ab.

Nach Fortunas Pfostentreffern erlöste Haaland den BVB. (SID)

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