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Lemke kritisiert Bayern-Präsidenten: “Das war leider wieder der alte Uli Hoeneß”

Bremen – Werder Bremens langjähriger Bundesliga-Manager Willi Lemke (72) hat Bayern Münchens Präsidenten Uli Hoeneß für dessen jüngste Auftritte in der Öffentlichkeit kritisiert. Vor allem die viel diskutierte Pressekonferenz der Bayern-Bosse im Oktober stieß Lemke auf.

“Das war leider wieder der alte Uli Hoeneß, und nicht mehr der Uli Hoeneß, mit dem ich Brüderschaft getrunken habe, nachdem er aus dem Gefängnis gekommen war”, sagte Lemke in einem Interview der Sport Bild. Nach jahrelangem Clinch hatten sich die langjährigen Bundesliga-Granden angenähert. Lemke hatte Hoeneß zuletzt als “sehr vernünftigen, sozial eingestellten, gut diskutierenden Menschen” erlebt. Hoeneß, war unter anderem Gast bei Lemkes 70. Geburtstag.   

Die Pressekonferenz der Münchner empfand Lemke nun jedoch als “skurril. Ich war erschrocken. Ich denke, sie lagen mit der Art und Weise voll daneben und würden es heute nicht mehr machen”, sagte Lemke zur Generalabrechnung der Bayern-Bosse mit den Medien: “Sie haben sich unmöglich gegenüber den Medien verhalten.”

Diese sollten sich untereinander abstimmen und den Branchenprimus einmal einen Monat lang ignorieren, sagte Lemke: “Da würden die Verantwortlichen vor Wut an die Decke gehen.” Der frühere Werder-Boss hat eine einfache Erklärung für das zuletzt dünnhäutige Auftreten der Bayern-Chefs: “Sie kennen es nicht, im Misserfolg zu leben.” (SID)

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