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Merk regt Einführung einer Challenge-Regel an

Merk kritisiert Videobeweis: “Es werden zu viele Situationen überprüft”

Köln – Nach Ansicht des ehemaligen FIFA-Schiedsrichters Markus Merk wird der Video-Assistent in der Fußball-Bundesliga zu häufig eingesetzt. “Der Grundgedanke ist gewesen, nur die eindeutigen Entscheidungen überprüfen zu lassen”, sagte Merk dem Portal Sportbuzzer: “Es hat sich mittlerweile aber verselbstständigt, es werden zu viele Situationen überprüft.”

Dies sei ein Grund, so der 57-Jährige, weshalb der Videobeweis bei Fans unbeliebt sei. “Weil zu viele Kann-Situationen überprüft werden, würden es Stadion-Durchsagen der Schiedsrichter nach VAR-Entscheidungen eher schlimmer denn besser machen”, meinte Merk, der für eine Einführung einer Challenge-Regel plädierte. Diese könne “definitiv Abhilfe schaffen”, sagte der Ex-Schiedsrichter: “Mein Vorschlag dafür war und ist die 3×2-Regel, das heißt: Beide Mannschaften sowie das Schiedsrichter-Team haben jeweils zwei Mal pro Spiel die Möglichkeit, eine Situation überprüfen zu lassen.”

Derartige Anpassungen müsste jedoch der Weltverband FIFA veranlassen, der die “gleichen Parameter für alle Verbände festgelegt” habe. “Solange die FIFA sich gegen Änderungen wie die Challenge-Regel ausspricht, muss sich der DFB (Deutscher Fußball-Bund, d. Red) daran halten”, sagte Merk: “Die beste Möglichkeit wäre gewesen, in der Testphase in den verschiedenen Verbänden unterschiedliche Parameter auf Praxistauglichkeit hin zu prüfen. So hätte man die sich nun stellenden Diskussionen womöglich vorab verhindern können.” (SID)

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