Domenico Tedescos Schalker stecken weiter in der Krise

Schalke verliert auch in Mainz

Mainz – Schalke 04 steckt weiter tief in der Bundesliga-Krise. Drei Tage nach der achtbaren 2:3-Niederlage im Achtelfinale der Champions League gegen Manchester City verloren die Königsblauen 0:3 (0:1) beim FSV Mainz 05. Das Ergebnis im fünften Spiel in Folge ohne Sieg dürfte Sportvorstand Christian Heidel, der eine enttäuschende Rückkehr in seine Heimat erlebte, noch weiter in Bedrängnis bringen.

Karim Onisiwo (18.) erzielte die Führung für die Hausherren, die ihre vorausgegangenen drei Spiele mit insgesamt elf Gegentoren verloren hatten. Es war der erste Mainzer Treffer gegen Schalke seit knapp acht Stunden. Jean-Philippe Mateta (73.) und erneut Onisiwo (83.) legten nach.

Schalke tat sich vor 26.005 Zuschauern in der Anfangsphase schwer mit dem aggressiven Pressing der Gastgeber. Schon in der sechsten Minute hatte FSV-Kapitän Stefan Bell die Führung auf dem Fuß, weil die S04-Abwehr den Ball nicht geklärt bekam. Der Schuss des Abwehrchefs ging aber rechts vorbei. Zwar wurden die Gäste im Anschluss etwas mutiger, Mainz blieb aber das spielbestimmende Team.

Nach der vergebenen Chance von Nabil Bentaleb (12.) erhöhte der FSV die Schlagzahl wieder und ging verdient durch Onisiwo in Führung. Die Vorlage kam von Danny Latza. Der nach abgesessener Rot-Sperre ins Schalker Tor zurückgekehrte Alexander Nübel war chancenlos.

Den Königsblauen, die in der Königsklasse am 12. März zum Rückspiel in Manchester antreten, fehlte nach dem Rückschlag die passende Antwort. Im Gegenteil blieb Mainz gefährlich, Jean-Paul Boetius verpasste das zweite Tor knapp (27.). Tedesco, der Sebastian Rudy zurück in die Startelf beordert hatte, stand wild gestikulierend an der Seitenlinie.

Der vermeintliche Schalker „Lieblingsgegner“ (nur gegen Mainz gewannen die Gelsenkirchener die vergangenen fünf Bundesliga-Duelle) stand über weite Strecken defensiv sicherer als die Gäste. Die beste Schalker Chance in der ersten Halbzeit durch Matija Nastasic, die FSV-Torwart Florian Müller vereitelte, entstand aus einem Freistoß (43.).

In der zweiten Hälfte verpasste es der FSV, früh für klare Verhältnisse zu sorgen. Schalke blieb dadurch zunächst dran, auch wenn weiterhin der Spielfluss fehlte. Mateta traf nach einer Flanke von Aaron Martin in den Strafraum völlig unbedrängt per Kopf. (SID)

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