Schalkes Sportdirektor Rouven Schröder äußert sich

Schalke wehrt sich gegen Kritik an Transferpolitik

Gelsenkirchen – Bundesliga-Rückkehrer Schalke 04 wehrt sich nach seinem schwachen Saisonstart vehement gegen Kritik an seiner Transferpolitik. „Wir sehen ganz klar unsere Grenzen, was das Wirtschaftliche angeht“, sagte Sportdirektor Rouven Schröder am Freitag. Und Trainer Frank Kramer ergänzte: „Wir sind überzeugt, dass die Geschwindigkeit ausreicht, so ist der Kader aufgestellt.“

Der türkische Nationalspieler Kenan Karaman, den die Königsblauen am Donnerstag kurz vor Schließung des Transferfensters verpflichteten, ist der 14. neue Spieler. Von der Aufstiegsmannschaft sind nur wenige Stammkräfte geblieben. Die Karaman-Verpflichtung sei „kein Misstrauensvotum“ gegenüber Stürmer Sebastian Polter, der sich nach seinem Wechsel vom VfL Bochum noch keinen Stammplatz erkämpft hat, betonte Schröder: „Die Besten werden spielen. Wir werden alle brauchen, um die Aufgabe Klassenerhalt zu schaffen.“ Und Kramer betonte: „Im Leistungssport nennt man das Konkurrenzkampf.“

Der Ex-Düsseldorfer Karaman, den Kritiker als ähnlichen Spielertyp wie Zweitliga-Rekordtorjäger Simon Terodde und Polter sehen, bringe „vernünftige Geschwindigkeit mit“, meinte Kramer: „Er ist ein sehr guter Fußballer, er kann im offensiven Bereich mehrere Positionen abdecken, er bringt ein gewisses Durchsetzungsvermögen mit.“ Der 28-Jährige kommt ablösefrei vom türkischen türkischen Topklub Besiktas Istanbul. Ob er bereits am Samstag (15.30 Uhr/Sky) im Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart eine Option sei, konnte Kramer noch nicht sagen.

Dagegen ist der Niederländer Sepp van den Berg, den die Schalker vom FC Liverpool ausgeliehen haben, gleich als Ersatz für den verkauften U21-Nationalspieler Malick Thiaw gefordert. „Wir haben ihn dafür geholt, dass er eine Soforthilfe ist“, betonte Kramer. Nach der 1:6-Heimpleite gegen Union Berlin will der Coach in Stuttgart „ein anderes Gesicht“ seiner Mannschaft sehen, „wir werden alles dafür tun, dass wir dort punkten.“

Zu dem Wirbel beim Nachbarn VfL Bochum um angebliche Schalker Gespräche mit Trainer Thomas Reis im Sommer wollten sich Schröder und Kramer nicht äußern. Man rede nicht „über andere Vereine“, sagte Schröder. Und Kramer antwortete auf die Frage, wie es sich anfühle, offenbar nicht erste Wahl gewesen zu sein: „Ich beschäftige mich relativ wenig mit den Dingen, die vor meiner Zeit passiert sind.“ (SID)

auch interessant

Wolfsburg zum neunten Mal Pokalsieger

Frauen-Bundesliga: Brand erlöst Wolfsburg

Köln – Ausgerechnet Jule Brand hat den deutschen Fußball-Meister und Pokalsieger VfL Wolfsburg bei der …