Markus Gisdol kann Geisterspielen etwas abgewinnen

„Wie auf dem Bolzplatz“: Gisdol sieht Geisterspiele als Rückkehr „zu den Wurzeln“

Köln – Trainer Markus Gisdol vom Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln wählt in der Diskussion über mögliche Geisterspiele einen beinahe romantischen Ansatz. Spiele ohne Zuschauer könnten „extrem ehrlich werden“, sagte der 50-Jährige dem Express: „Wir kommen zurück zu den Wurzeln, zur Basis.“

Die wegen der Corona-Pandemie seit Mitte März pausierende Bundesliga hofft noch im Mai auf den Re-Start in leeren Stadien. „Ich stelle es mir vor wie früher auf dem Bolzplatz“, sagte Gisdol: „Dort wurden wir auch nicht angefeuert – sondern wir haben alles gegeben, weil wir das Spiel lieben.“

Es sei ein roher Vergleich „Elf gegen Elf, und die Mannschaft, die es mehr will, gewinnt. Es wird viel darauf ankommen, sich selber zu motivieren. Ohne Fans müssen die Spieler das aus sich herauskitzeln, was sie einst zum Bundesliga-Profi gemacht hat.“

Vielleicht, so Gisdol, werden sich daher Akteure in den Vordergrund spielen, von denen man es nicht erwartet: „Es ist nämlich gar nicht so leicht, sich von einem vollen Stadion mit einem irren Lärmpegel auf 90 Minuten Stille umzustellen. Ich bin überzeugt, dass in dieser Phase in jedem Team neue Spieler in den Fokus rücken werden.“

Den Plan des Weltverbandes FIFA, aufgrund der möglichen Vielzahl an Nachholspielen im Sommer die erlaubten Auswechslungen pro Spiel von drei auf fünf erhöhen, hält Gisdol für eine „super Idee. Das würde uns enorm helfen“, sagte der Trainer des Tabellenzehnten: „Wir hatten es noch nie, dass wir uns auf eine Wettkampfperiode von neun Spielen in sechs Wochen vorbereiten mussten. Wir starten von Null auf Hundert und bleiben die ganze Zeit über am Limit. Wenn fünf Wechsel pro Spiel erlaubt wären, könnten wir jedem Spieler die nötigen Pausen geben.“ (SID)

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