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Schiedsrichter Manuel Gräfe musste sich einiges anhören

Wolfsburg sauer: „Dieser Ball war ganz klar aus!“

Düsseldorf – Wout Weghorst war sauer. Aber so richtig. „Schiri, das ist dein Job!“, schimpfte der Stürmer des VfL Wolfsburg über die kontroverse Szene im Bundesliga-Spiel bei Fortuna Düsseldorf (1:1) am Freitagabend. „Ob das jetzt ein Millimeter ist oder nicht: Wir spielen Fußball. Dieser Ball war ganz klar aus!“

Vor dem 1:0 der Düsseldorfer durch einen gewaltigen Linksschuss von Niko Gießelmann (17.) war dem Vorbereiter Matthias Zimmermann der Ball wohl rechts über die Seitenauslinie gerutscht. Oder doch nicht? Bilder legten es zumindest nahe – wobei ja der Umfang zählt, die Perspektive also durchaus verzerrend sein kann. 

Die Wolfsburger protestierten, Schiedsrichter Manuel Gräfe hielt auch sofort Rücksprache mit dem Video-Assistenten. Anscheinend jedoch gab es keine Einstellung, die eindeutig genug war, um das vermeintlich irreguläre Tor zurückzunehmen. 

„Ich habe direkt gesehen, dass der Ball aus war, für mein Gefühl. Ich habe jetzt ein Video gesehen und ein Foto“, sagte Weghorst, der Schütze des Ausgleichs (29.): Bei allem Respekt: Wenn der Schiedsrichter rumläuft und den Journalisten ein Bild zeigen will, zeigt das, dass das ein bisschen komisch ist.“

Auch Jörg Schmadtke hatte sich bereits in der Halbzeit via DAZN beklagt. „Das ist sehr ärgerlich, weil wir einen Video-Schiedsrichter eingeführt haben, um Gerechtigkeit zu schaffen“, sagte der Wolfsburger Sport-Geschäftsführer, der viele Jahre lang bei der Fortuna das Tor gehütet hatte. 

Bemerkenswert locker nahm VfL-Trainer Oliver Glasner diese Szene. „Ich suche die Schuld immer bei uns“, sagte er: „Wir hätten das noch locker verteidigen können.“ (SID)

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