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Barcelona schlägt Manchester in kämpferischem Spiel

Barca siegt glanzlos bei ManUnited – Ronaldo hält Juve auf Kurs

Amsterdam – Lionel Messi und Marc-Andre ter Stegen haben mit dem FC Barcelona in der Champions League einen Riesenschritt in Richtung Halbfinale gemacht, Cristiano Ronaldo brachte ein nicht überzeugendes Juventus Turin ebenfalls auf Kurs: Während Barca nach einem 1:0 (1:0) bei Manchester United vor dem ersten Einzug unter die letzten Vier seit vier Jahren steht, erzielte Ronaldo das wichtige Auswärtstor beim 1:1 (1:0) bei „Favoritenschreck“ Ajax Amsterdam.

Ein Eigentor von Manchesters Luke Shaw (13.) verschaffte Barca, das zuletzt vor dem späteren Titelgewinn 2015 im Halbfinale stand, eine Ausgangsposition nach Maß für das Rückspiel am kommenden Dienstag (21.00 Uhr). ManUnited ist im Kampf um seine erste Semifinal-Teilnahme seit acht Jahren trotz einer durchaus ansprechenden Leistung nur Außenseiter im Rückspiel im Camp Nou.    

Barcelona, zuletzt dreimal in Folge im Viertelfinale der Königsklasse ausgeschieden, übte im Old Trafford sofort Druck auf United aus. Das Eigentor von Shaw nach einem Kopfball von Luis Suarez, erst nach Einschreiten des Videoassistenten zurecht anerkannt, spielte den Gästen in die Karten, Barcelona hatte die Partie zunächst sicher im Griff. 

Manchester löste sich dann aber aus der Umklammerung, beschleunigte das Spiel über die Flügel, um den schnellen Angreifer Marcus Rashford einzusetzen. Dennoch verpasste Barca eine frühe Vorentscheidung nur knapp, als United-Torwart David de Gea bei einem Schuss von Philippe Coutinho (36.) stark reagierte. Auf der Gegenseite war ter Stegen kaum nennenswert gefordert.    

Messi agierte relativ unauffällig und kassierte bei einem harten Einsteigen von Gegenspieler Chris Smalling eine blutige Nase. Der Argentinier hatte bei Barcas Finalsiegen 2009 (2:0) und 2011 (3:1) gegen ManUnited, den bislang letzten Aufeinandertreffen, jeweils einen Treffer erzielt. Seinen letzten Sieg über Barca hatte Manchester 2008 beim 1:0 im Halbfinal-Rückspiel gefeiert, Torschütze war damals Paul Scholes.  

Juventus zeigte beim alten Rivalen aus Amsterdam – 1996 hatten die Italiener im Finale gegen Ajax ihren bislang letzten Titel in der Königsklasse gewonnen – über weite Strecken eine schwache Vorstellung. Ronaldos Treffer (45.) sorgte dennoch für zufriedene Gesichter beim Rekordmeister vor dem entscheidenden Duell am Dienstag.

Ajax muss dann ähnliche Qualitäten zeigen wie eine Runde zuvor. Dort hatten die Niederländer durch ein 4:1 im Rückspiel den Titelverteidiger und früheren Ronaldo-Klub Real Madrid ausgeschaltet. David Neres verbesserte mit seinem Treffer (46.) die Aussichten seines Klubs aber noch deutlich.

Ronaldo, der sich im Länderspiel am 25. März gegen Serbien (1:1) eine Verletzung am rechten Oberschenkel zugezogen hatte, stand wie erwartet in der Startformation der Turiner. Der deutsche Nationalspieler Emre Can fiel verletzungsbedingt aus, Sami Khedira wurde in der Nachspielzeit eingewechselt. 

Nach 18 Minuten musste der Turiner Torhüter Wojciech Szczesny einen Schuss von Hakim Ziyech klären, wenig später verzog Donny van de Beek knapp. Von Ronaldo war zu diesem Zeitpunkt fast überhaupt nichts zu sehen.

Zwar kamen die Turiner nach einer halben Stunde besser ins Spiel, dennoch waren die Gastgeber der Führung näher. Doch dann kam Ronaldo: Nach einem Einwurf kombinierten die Gäste durch das Mittelfeld, nach einer Flanke stand Ronaldo völlig frei im Strafraum und traf per Kopf (45.).

Ajax zeigte sich allerdings nicht geschockt. Nur zwei Minuten nach der Pause nutzten sie einen Fehler der Turiner Hintermannschaft, David Neres (46.) traf mit einem schönen Schuss ins Eck. (SID)

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