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Jadon Sancho führt den BVB zum Sieg

Sancho rettet BVB – Leipzig erlebt Debakel in Manchester

Dortmund – Jadon Sancho brachte die einfallslosen Ballzauberer von Borussia Dortmund in der Champions League wieder auf Kurs, RB Leipzig kassierte beim äußerst einseitigen Härtetest die erste Saisonniederlage. Das englische Supertalent knackte im Geisterheimspiel den massiven Abwehrbeton des russischen Meisters Zenit St. Petersburg und ebnete den Weg zum 2:0 (0:0)-Sieg des BVB. Leipzig verlor am Mittwochabend das zweite Gruppenspiel der Königsklasse beim englischen Rekordmeister Manchester United nach einer insgesamt schwachen Leistung mit 0:5 (0:1).

Im ersten Europapokal-Heimspiel der Vereinsgeschichte ohne Zuschauer hatten die Dortmunder sehr hohe Ballbesitzwerte, aber lange viel zu wenige Torchancen. Erst Sancho traf per Elfmeter (78.) zum erlösenden 1:0, das den BVB im Millionenspiel der Königsklasse wieder in eine gute Position bringt. Thorgan Hazard war im Strafraum gefoult worden. Erling Haaland erhöhte in der Nachspielzeit (90.+1).

Vor leeren Rängen in Old Trafford trafen Mason Greenwood (21.), der eingewechselte Rashford (74./78./90.+2) und Anthony Martial (87.) per Foulelfmeter zum verdienten Sieg für Manchester, das die Gruppe H mit sechs Punkten anführt. Leipzig hatte sich zum Auftakt in der vergangenen Woche gegen den türkischen Meister Basaksehir Istanbul (2:0) durchgesetzt und liegt nun punktgleich mit Paris St. Germain auf dem dritten Tabellenplatz.

Der BVB machte in gespenstischer Atmosphäre das Spiel und passte handballartig immer wieder von links nach rechts, um die gegnerischen Ketten auseinanderzuziehen – dann kam der Pass in die Tiefe, der zu selten gelang. Mats Hummels hatte die erste gute Chance (15.). 

Zenit ließ es recht gelassen geschehen und wählte nach Ballgewinn häufig den langen Pass auf den bulligen Stürmer Artjom Dsjuba. Damit hatten die Dortmunder immerhin weit weniger Probleme als in Rom bei den brandgefährlichen Lazio-Pässen auf den einstigen BVB-Transferflop Ciro Immobile. 

Reus’ Freistoß (27.) parierte der sehr gute Zenit-Torhüter Michail Kerschakow ebenso wie einen Schuss des Kapitäns aus spitzem Winkel (39.). Erling Haaland schoss allein vor Kerschakow neben das Tor (42.) – ein seltener Anblick. 

Wenn es auf der anderen Seite gefährlich wurde, war meist Reus der Initiator (61.), Sancho spielte schwach. Es schien, als wolle der BVB den Ball ins Tor tragen, es fehlte die Konsequenz. Zenit half dann mit. 

Leipzigs Torhüter Peter Gulacsi musste beim Schuss des Brasilianers Fred (6.) früh eingreifen. Die aus der Bundesliga gewohnte Offensivstärke ließ RB vermissen. In der Zentrale war für die Kreativspieler um Emil Forsberg kaum ein Durchkommen, auch die offensiven Außenverteidiger Angelino und Benjamin Henrichs kamen nicht zur Entfaltung. Den schnellen, passsicheren RB-Fußball zeigte stattdessen Manchester, das oft spielerische Lösungen in schwierigen Situationen fand und sich mit der Führung belohnte.

Weltmeister Paul Pogba stieß nach einer Balleroberung in den freien Raum und schickte Greenwood, der mühelos vollendete. Den Abseitsverdacht räumte der Videoschiedsrichter nach einer Überprüfung aus. Restzweifel an der Entscheidung blieben.

RB kam kurz nach dem Gegentor durch Christopher Nkunku (24.) zu einem ersten gefährlichen Abschluss. Bis zur Halbzeitpause wurde Manchesters Torhüter David de Gea aber nicht mehr ernsthaft geprüft. Leipzig kam zu mehr Ballbesitz, machte daraus aber zu wenig. Auch Standards sorgte für keine Gefahr.

Leipzig kam leicht verbessert aus der Kabine. Der Bundesligist spielte seine Stärken besser aus, agierte mit mehr Tempo und direktem Passspiel, die Defensive um Abwehrchef Dayot Upamecano nahm die direkten Duelle besser an.

Nagelsmann reagierte und richtete sein Team taktisch offensiver aus, wechselte dafür unter anderem Kapitän Marcel Sabitzer ein – und hätte fast umgehend jubeln dürfen. Nach einer Standardsituation kam Ibrahima Konate vor de Gea zum Kopfball. Der Spanier reagierte jedoch glänzend (65.). Auf der Gegenseite parierte Gulacsi (70.) zunächst stark, hatte dann aber gegen Rashford das Nachsehen. (SID)

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