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Union Berlin bezwingt Waldhof Mannheim mit 3:1

Pflichtaufgabe erst im Nachsitzen gelöst: Union glücklich weiter

Mannheim – Vor dem Liga-Kracher gegen Bayern München hat Union Berlin seine Pflichtaufgabe bei Waldhof Mannheim erst im Nachsitzen gelöst. Der Bundesliga-Fünfte gewann nach Verlängerung 3:1 (1:1, 1:1) beim Drittliga-Fünften und ist ins Achtelfinale des DFB-Pokals eingezogen.

Doppelpacker Kevin Behrens (18./118.) und Taiwo Awoniyi (94.) trafen für die Köpenicker, die am Samstag den Rekordmeister aus München empfangen. Die Mannheimer, von internen Querelen geplagt, verpassten trotz der Führung durch Alexander Rossipal (4.) eine Überraschung wie in der 1. Runde. Im Sommer war Eintracht Frankfurt in der Kurpfalz gescheitert.

“Die Mannschaft etwas Großes abgerissen. Wir waren in der zweiten Hälfte sogar näher dran” sagte der Mannheimer Marc Schnatterer bei Sky: “Wir sind brutal enttäuscht, es war mehr möglich. Es tut weh im ersten Moment, aber morgen können wir stolz sein.” 

Wenige Stunden vor dem Anpfiff hatten sich die Mannheimer von ihrem Sportlichen Leiter Jochen Kientz getrennt. Zu den Gründen machte der Verein keine genauen Angaben. Weder “angebliche Zerwürfnisse” zwischen Kientz und Geschäftsführer Markus Kompp, noch eine “Geburtstagsfeier des Sportlichen Leiters” hätten zu der Entscheidung geführt.

In der Vergangenheit hatte es Medienberichte über einen Machtkampf zwischen Kientz und Kompp gegeben. Zudem gab es zuletzt einen heftigen Corona-Ausbruch bei den Kurpfälzern. Als Ursprung wurde eine Mannschaftsfeier genannt, die Kientz anlässlich seines Geburtstages ausgerichtet hatte.

Die frenetischen Waldhof-Fans unter den 14.651 Zuschauern mussten nicht lange auf die Führung warten. Nach einer Flanke des langjährigen Heidenheimer Profis Schnatterer und einer schwachen Abwehr von Union-Torwart Frederik Rönnow stellte Innenverteidiger Rossipal seine Abstauber-Qualitäten unter Beweis. 

Die Berliner, die ohne Max Kruse, Marvin Friedrich, Julian Ryerson und Rick van Drongelen auskommen mussten, offenbarten auch nach dem Rückstand große Probleme in allen Mannschaftsbereichen. Der Ausgleich durch Behrens nach guter Vorarbeit von Sheraldo Becker und Andreas Voglsammer war die erste gelungene Offensivaktion der Hauptstädter.

Der Treffer gab den Gästen mehr Sicherheit. Die Eisernen kontrollierten die Partie bis zur Pause, Chancen sprangen dabei aber nicht heraus.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs übernahmen die Mannheimer wieder das Kommando. Angeführt vom starken Franzosen Adrien Lebeau waren sie mehrfach dem zweiten Tor nahe.

Erst nach einer Stunde kam Union wieder besser in Tritt, Waldhof bekam Probleme. Die Führung für Berlin lag in der Luft, die Chancen häuften sich – der eingewechselte Awoniyi, zuletzt in der Liga schon überaus treffsicher, hatte die größte (90.+2).

In der Verlängerung machte es der bullige Stürmer aus Nigeria besser. Nach dem Rückstand warfen die Mannheimer trotz schwindender Kräfte alles nach vorne – vergeblich. (SID)

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